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07.12.2007 - Schlüsselfigur in Siemens-Affäre will offenbar auspacken

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Siemens-Schriftzug
München (AFP) - Siemens ist offenbar bei der Aufklärung seines Schmiergeldskandals einen großen Schritt vorangekommen. Die Konzernspitze habe einen Rechtsstreit mit dem früheren Anti-Korruptionsberater Albrecht Schäfer beilegen können, der als Schlüsselfigur für die vollständige Aufklärung gelte, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Nach dieser durch einen Vergleich vor dem Arbeitsgericht München erreichten Einigung wolle der langjährige Vertraute des ehemaligen Vorstands nun auspacken.

Siemens-Chef Peter Löscher habe dem Aufsichtsrat mitgeteilt, die Kündigung Schäfers von Anfang August werde zurückgezogen und diesem nun "das volle Vertrauen" ausgesprochen. Der Manager habe sich seinerseits bereit erklärt, "auf freiwilliger Basis an der umfassenden Aufklärung" der Vorgänge mitzuwirken, heiße es in dem Schreiben Löschers an die Aufsichtsratsmitglieder.

Laut "SZ" war Schäfer einer der engsten Mitarbeiter der ehemaligen Vorstandschefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld. Das Unternehmen erhoffe sich nun wertvolle Hinweise darüber, ob und inwieweit frühere Vorstände von dem System der schwarzen Kassen und weltweiten Schmiergeldzahlungen gewusst oder es gar vertuscht hätten.

(07.12.2007 / Quelle: © 2007 AFP)