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03.12.2007 - iPhone künftig doch nur mit Telekom-Vertrag

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iPhone
Hamburg/Bonn (AFP) - Das Multimedia-Handy iPhone gibt es nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg künftig wieder nur mit Vertragsbindung bei der Deutschen Telekom zu kaufen. T-Mobile kündigte nach der Gerichtsentscheidung an, das kurzfristig angebotene entsperrte iPhone von Apple wieder vom Markt zu nehmen. Die Hamburger Richter hatten zuvor eine vom Telekom-Konkurrenten Vodafone erwirkte einstweilige Verfügung aufgehoben, da unlauterer Wettbewerb oder Kartellrechtsverstöße durch die Vertragsbindung nicht erkennbar seien. Vodafone nannte die Verkaufskonditionen für das Kulthandy "verbraucherfeindlich und wettbewerbsschädlich".

Nach dem Richterspruch darf T-Mobile das Handy des US-Herstellers Apple weiterhin mit Zwei-Jahres-Vertrag und technischer Sperre verkaufen. "Wir waren stets von der Rechtmäßigkeit unseres Angebots überzeugt und sind auch weiterhin bereit, für dieses Vertriebsmodell zu kämpfen", erklärte der Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland, Philipp Humm. T-Mobile werde nun das Angebot eines entsperrten iPhone "so schnell wie möglich" wieder einstellen. "Dieses Modell wurde uns aufgezwungen und entspricht in keiner Weise unseren Vorstellungen von einer kundenfreundlichen Komplettlösung."

Dem Bonner Konzern zufolge wird es das Kulthandy nur noch in Kombination mit einem Telekom-Vertrag geben. Nach dessen zweijähriger Laufzeit lasse es sich aber kostenlos für den Betrieb in anderen Netzen entsperren. T-Mobile wertete die Bestätigung des Gerichts für das mit Apple vereinbarte Vertriebsmodell als "ein Zeichen für die gesamte Mobilfunkbranche". Die Branche müsse "auf neuartige Geräte und Vertriebsmodelle setzen, um Wachstum zu erreichen".

Gegen das jüngste Urteil kann Vodafone binnen eines Monats nach Zustellung Berufung einlegen. Offen ist, ob die Telekom nun vor Gericht Schadenersatz gegen Vodafone geltend macht. "Es ist noch viel zu früh, um über das Thema zu sprechen", sagte ein Telekom-Sprecher. "Wir werden weiterhin prüfen und uns vorbehalten, Schadenersatz in maximaler Höhe zu stellen", sagte ein Telekom-Sprecher. Die Höhe möglicher Forderungen an Vodafone sei noch nicht zu beziffern.

Die Telekom hatte gegen die von Vodafone erwirkte einstweilige Verfügung vom 12. November Widerspruch eingelegt. Zugleich hatte sich das Unternehmen bereiterklärt, bis zur gerichtlichen Klärung das Gerät für 999 Euro auch entsperrt zu verkaufen. Mit Vertrag kostet das Gerät 399 Euro.

(03.12.2007 / Quelle: © 2007 AFP)