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03.12.2007 - Internetsurfer interessiert vor allem Klimawandel und Promis

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Internetnutzer
San Francisco (AFP) - Die Erderwärmung, die Eskapaden von Promis und die Frage nach dem Schicksal von Zauberlehrling Harry Potter im letzten Band seiner Abenteuer hat in diesem Jahr die Internetnutzer weltweit bewegt. Das geht aus einer Analyse hervor, die der Anbieter Yahoo auf seiner Internetseite vorstellte. Mehrere Milliarden Suchanfragen wurden ausgewertet, um die "Top Trends" für das Jahr 2007 herauszufiltern. "Dies ist wirklich ein Barometer dafür, was für die Welt interessant und relevant ist", sagte Yahoo-Marketing-Chef Raj Gossain.

Der Klimawandel und Möglichkeiten des Umweltschutzes beschäftigten die Menschen besonders, sagte Gossain. Selbst bei Kindern gehöre diese Frage zu den Top Ten. Hybrid-Autos, Recycling, Sonnenenergie und Al Gore, der für sein Klima-Engagement in diesem Jahr den Friedensnobelpreis bekommt, seien bei den Surfern in aller Welt gefragt wie noch nie. "Diese Nachfragen zeigen, dass die Menschen aktiv werden wollen", sagte Gossain, "das Thema ist eindeutig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen".

Auch das Schicksal von Film- und Pop-Ikonen unseres Zeitalters fesselte die Aufmerksamkeit der Surfer. Vor allem gestrauchelte Helden waren besonders nachgefragt, weiß Yahoo. Kein Name wurde so oft gesucht wie der von Popsängerin Britney Spears, die wegen Drogenkonsums das Sorgerecht für ihre Kinder verlor, gefolgt von Anna Nicole Smith, die im Februar tot in einem Hotel in Florida aufgefunden wurde. "Diese Geschichten sind die griechischen Tragödien unserer Pop-Kultur", sagte die Yahoo-Nachrichenredakteurin Vera Chan.

Die Abschiedsvorstellung von Zauberlehrling Harry Potter, die wochenlang zu Spekulationen über den Ausgang des siebten und letzten Bandes der Erfolgsserie von J.K. Rowling führte, gehörte ebenfalls zu den Net-Hits.

Die Internetgemeinde befasse sich aber nicht ausschießlich mit kulturellen Phänomenen, versichert Yahoo, auch die internationale Politik fesselte die Nutzer. Im Bereich der politischen Nachrichten waren Informationen über den hingerichteten irakischen Diktator Saddam Hussein ein großer Renner - genau wie die Entwicklung im Nahen Osten, der Ölpreis und US-Präsident George W. Bush. "Die Leute wollten über den Stand des Irak-Krieges Bescheid wissen, und die Zahl der Nachfragen über mögliche Abzugs-Strategien nimmt eindeutig zu", berichtete Chan.

(03.12.2007 / Quelle: © 2007 AFP)