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21.11.2007 - SPD stellt sich auf Online-Durchsuchung ein

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Berlin (AFP) - Nach der Entscheidung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), die Software für die Online-Durchsuchung weiterzuentwickeln, stellt sich die SPD auf die Einführung dieser Ermittlungsmethode ein. Der Vorsitzende des Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), sagte der "Thüringer Allgemeinen" vom Mittwoch, er halte es für relativ wahrscheinlich, dass das Bundesverfassungsgericht "nicht per se die Online-Durchsuchung für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklären wird". Das Gericht werde "einen gewissen Korridor öffnen, und insofern spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die Zulässigkeit der Online-Durchsuchung".

Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll, "dass wir dann nicht weiter Zeit verlieren", sollte die Anwendungstechnik erlaubt werden, sagte Edathy weiter. Es sei eine "Selbstverständlichkeit, dass Sicherheitsbehörden die Möglichkeit haben, an einer Technik weiterzuarbeiten, auch wenn die Zulässigkeit dieser Technik letztlich noch nicht entschieden ist", betonte Edathy. Allerdings sei die Entwicklung der Technik noch nicht gleichzusetzen mit der Erlaubnis ihrer Anwendung.

Berichten zufolge hat Schäuble dem Bundeskriminalamt (BKA) kürzlich per Erlass erlaubt, die Arbeit an einer entsprechenden Software wieder aufzunehmen und neues Personal einzustellen. Nachdem der Bundesgerichtshof im Februar festgestellt hatte, für die heimliche Ermittlungsmaßnahme fehle jede Rechtsgrundlage, hatte Schäuble nicht nur deren Anwendung untersagt, sondern auch die Entwicklung der Technik gestoppt.

(21.11.2007 / Quelle: © 2007 AFP)