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20.11.2007 - BKA-Präsident: Sicherheitslage verändert sich durch Video nicht

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Wiesbaden (AFP) - Das neue Drohvideo der "Globalen Islamistischen Medienfront" (GIMF) verändert nach Einschätzung des Präsidenten des Bundeskriminalamtes die Sicherheitslage in Deutschland nicht. "Wir werden aus meiner Sicht nicht in Verlegenheit kommen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einleiten zu müssen", sagte Jörg Ziercke am Rande der BKA-Herbsttagung am Dienstag in Wiesbaden. Es gebe keine Veränderung der konkreten Gefahren- und Gefährdungssituation. Das Band sei vergleichbar mit dem Video, das im März aufgetaucht sei. Es könnte eine "Emotionalisierung bei denen hervorrufen, die sich sowieso leicht fanatisieren" ließen, sagte Ziercke. Deswegen sei es aber nicht "harmlos". "Wir sollten jedoch genauso gelassen reagieren wie beim ersten Video."

In Österreich sitzen seit September zwei Terrorverdächtige im Gefängnis, die in einem Video im Frühjahr mit Anschlägen in Deutschland und Österreich gedroht hatten, falls die Länder ihr Afghanistan-Engagement fortsetzen. Den Verdächtigen werden auch Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida vorgeworfen. Das Video war im März auf dem El Kaida nahestenden Internetfernsehsender "Stimme des Kalifats" veröffentlicht worden. Ein vermummter Mann verlas eine Erklärung, in der unter anderem gefragt wurde, welches Interesse Deutschland habe, seine Soldaten in Afghanistan "für die Lügen von (US-Präsident George W.) Bush und seiner Bande" kämpfen zu lassen.

(20.11.2007 / Quelle: © 2007 AFP)