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20.11.2007 - Telekom sondiert Übernahme von IT-Dienstleister EDS

Ty-Systems-Zentrale in Frankfurt am Main
T-Systems gehört demnach wegen bröckelnder Gewinne zu den größten Problemen des Konzerns. Ursprünglich habe Telekom-Chef René Obermann nach einem Käufer für die Geschäftskundensparte gesucht - allerdings ohne Erfolg. T-Systems gelte wegen der hohen Mitarbeiterzahl und der Fokussierung auf den deutschen Markt als unattraktives Übernahmeziel. Die Telekom-Sparte habe 2006 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Euro. EDS kam auf 21,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet.
EDS sei mit einem derzeitigen einen Börsenwert von umgerechnet knapp sieben Milliarden Euro die Nummer zwei im Markt für IT-Dienstleistungen. Die Telekom verfüge 2007 über liquide Mittel in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Um den Kauf zu finanzieren, würde sich der Konzern mit einem Finanzinvestor zusammentun, erfuhr das Blatt aus informierten Kreisen. Nach der Verschmelzung mit T-Systems könnte die neue Tochter an die Börse gebracht oder weiterverkauft werden.
Außerdem plane die Telekom, Buchhaltung und Rechnungswesen konzernweit zusammenzulegen und so 42 der insgesamt 48 Standorte bundesweit zu schließen. Dabei sollten von den 1200 betroffenen Arbeitsplätzen 400 gestrichen werden. Zugleich drohe der Bonner Konzern, die betroffenen Bereiche nach Ungarn zu verlagern. Ein Telekom-Sprecher habe die Informationen auf Anfrage bestätigt. Es sei dabei jedoch "klares Ziel, das Rechnungswesen in Deutschland zu halten". Zu konkreten Zahlen habe sich der Sprecher nicht äußern wollen. Zudem würden Gespräche über Arbeitszeitverlängerungen für die betroffenen Mitarbeiter und über andere Konditionen für Neueinsteiger geführt.
(20.11.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



