News-Archiv
21.10.2007 - Mutmaßlicher Kinderschänder weist Anschuldigungen zurück

Mutmaßlicher Kinderschänder N.
N. wird der Missbrauch minderjähriger Jungen vorgeworfen. Bei einer Verurteilung in Thailand drohen ihm 20 Jahre Haft. "Er war sehr zurückhaltend, sprach leise und schien angespannt zu sein", sagte der CTV-Reporter, der nach eigenen Angaben mit N. auf einer Polizeiwache in Bangkok gesprochen hatte. N. wolle nicht nach Kanada ausgeliefert werden und habe eine "gute Verteidigung" angekündigt. "Ich bin nicht der Typ Mensch, der lange in einem kanadischen Gefängnis überlebt", sagte N. dem Reporter zufolge. Die Familie des 32-Jährigen hatte hingegen um eine Auslieferung gebeten.
N. schwieg laut Polizei bislang beharrlich zu den Vorwürfen. Allerdings hatten die Ermittler die Beweislage zuvor bereits als "klar und lückenlos" bezeichnet. Ein Gericht erlaubte zudem, N. mindestens zwölf Tage lang festzuhalten. Er wurde am Samstag in ein Untersuchungsgefängnis in Bangkok gebracht.
Dort gingen die Vernehmungen am Sonntag weiter. "Er beantwortete Fragen zu seiner Familien, seiner Schulzeit und anderen beiläufigen Themen. Aber sobald sich die Fragen auf die Pädophilie-Anschuldigungen richteten, hörte er auf zu lächeln und sagte nur, dass er die Fragen nicht beantworten will", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Die thailändische Polizei erhalte immer mehr neue Informationen und Fotos von Interpol, darunter mehrere, die N. bei "Oralverkehr mit Jungen" zeigten.
Laut den Ermittlern hatte ein heute 13-Jähriger, der von dem Verdächtigen vor vier Jahren mehrmals sexuell missbraucht worden sein soll, N. bereits zuvor während einer Vernehmung mehrfach identifiziert. Zudem hatte ein 18-Jähriger ausgesagt, vor zwei Jahren von dem Kanadier missbraucht worden zu sein. N. war nach hunderten Hinweisen aus der ganzen Welt am Freitag in Thailand festgenommen worden.
(21.10.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



