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22.09.2007 - Adresszeile prüfen und sichere Passwörter wählen

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Frankfurt/Main (AFP) - Fast jeder Dritte wickelt seine Bankgeschäfte online ab. Das hat viele Vorteile: Niedrige Gebühren, Öffnungszeiten rund um die Uhr, und der Kunde kann seine Finanzen regeln, wo er möchte. Doch im Netz lauern Kriminelle, die mit Viren, Würmern, Trojanern und dem Abfangen von Passwörtern versuchen, an die Zugangsdaten der Konten zu kommen. AFP gibt Tipps, wie sich Verbraucher davor schützen können:

Wie sieht die Masche der Betrüger aus?

Oft werden gefälschte Bank-E-Mails versendet, meist mit einem Link auf eine gefälschte Internet-Seite. Wegen Sicherheitschecks, Unregelmäßigkeiten oder weil das Konto gesperrt sei, sollen die Kunden ihre geheimen Daten eingeben. Generell gilt: Eine Bank würde niemals nach den geheimen Kontodaten fragen.

Gibt es auch weniger offensichtliche Tricks?

Leider ja. Hinterhältiger sind Trojaner, die sich auf dem Computer einnisten und Online-Nutzer belauschen. Kurz vor der Übertragung an die Bank unterbrechen sie die Verbindung und versuchen, die Daten abzufangen.

Wie kann ich mich vor gefährlichen E-Mails schützen?

Absender und Urheber der E-Mail und Websites sollten unbedingt überprüft werden. Schon kleine Abweichungen in der Adresszeile können auf Fälschungen hinweisen. Keinesfalls sollten Verbraucher einem angegebenen Link folgen, sondern die Adresse selbst eingeben oder als Favorit speichern. Verdächtige E-Mails sollten sofort ungelesen gelöscht und Anhänge keinesfalls geöffnet werden, das sich Trojaner häufig in E-Mail-Anhängen verstecken.

Wie kann ich tatsächlich sichere Internet-Seiten erkennen?

Ihre Adresse beginnt mit https//: und meist erscheint ein Symbol - in der Regel ein geschlossenes Vorhängeschloss - am unteren Rand. Bei Doppelklick auf das Schloss erscheint die Information über das Zertifikat der Bank.

Wie kann ich meinen Computer schützen?

Regelmäßige Updates der Software gewährleisten, dass Sicherheitsvorkehrungen immer auf dem neuesten Stand sind. Virenscanner schützen den Rechner vor Angriffen durch Hacker. Wegen der immer neuen Attacken raten Experten, den Virenschutz täglich zu aktualisieren. Firewalls überwachen zudem den ein- und ausgehenden Netzverkehr und verhindern unbefugte Zugriffe von außen.

Was sollte ich sonst noch grundsätzlich beachten?

Passwörter, Geheimnummern oder Kreditkartennummern sollten nie auf dem Computer gespeichert oder auf dem Schreibtisch abgelegt werden. Zudem sollten Passwörter regelmäßig geändert werden. Sichere Passwörter sind sechs- bis achtstellige Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Außerdem sollten Internet-Cafés nicht für Online-Banking genutzt werden. Experten halten sie für ein Sicherheitsrisiko.

Was kann ich tun, wenn ich einen Betrugsverdacht habe?

Bei einem solchen Verdacht oder dem Verlust der Zugangsdaten sollte der Zugang zum Konto sofort gesperrt und die Bank informiert werden.

(22.09.2007 / Quelle: © 2007 AFP)