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23.08.2007 - Games Convention in Leipzig öffnet Tore für Publikum
"Wir wollen die Mauer einreißen, die Spieler von Nichtspielern trennt", sagte der Chef von Nintendo Deutschland, Bernd Fakesch. So bietet etwa der Spieleriese Electronic Arts ein Quiz für Familien oder Freunde an oder das Spiel "Rock Band", bei dem es darum geht, eine berühmte Rockgruppe zu werden. Außerdem setzen viele Hersteller auf Lernspiele, um etwa Eltern, die bei Videospielen eher an blutrünstige Baller-Abenteuer denken, von den Vorzügen des Bildschirm-Spielens zu überzeugen. So können Spieler bei "Jam Session" üben, in einer Gruppe zu singen.
Dass mit familienfreundlichen Spielen ein riesiger Markt zu gewinnen ist, zeigt der derzeitige Erfolg der Nintendo-Konsole Wii. Bei der Wii können die Spieler mit einer Art Fernbedienung die Bewegungen der Figuren auf dem Bildschirm mit echten Bewegungen steuern. So können etwa Tennis-Spiele mit echten Aktionen vor dem Monitor simuliert werden.
Der Siegeszug digitaler Spiele ist ungebremst. Nach Angaben der Marktforschungsunternehmen GfK und Ipsos erwartet die Videospielbranche in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von 21 Prozent auf insgesamt 2,1 Milliarden Euro. Mehr als jeder dritte Deutsche über 14 Jahren spielt am Computer, einer Spielkonsole oder auf dem Handy. Das sind rund 20 Millionen Spieler. Besonders viele von ihnen sind jung, männlich und ledig. Und mehr als jeder Fünfte frönt diesem Zeitvertreib täglich.
Nach den USA, Japan, Korea und Großbritannien ist Deutschland der fünftgrößte Spielemarkt. Die Games Convention in Leipzig hat sich in nur wenigen Jahren nicht nur zur europäischen Leitmesse der Computerspielbranche, sondern mit rasanten Zuwachsraten zum erfolgreichsten Messekonzept insgesamt entwickelt.
(23.08.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



