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31.08.2007 - Internationale Funkausstellung öffnet Tore für Publikum

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Besucher auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin
Berlin (AFP) - Die Internationale Funkausstellung (IFA) ist seit heute für das Publikum geöffnet. Bis zum kommenden Mittwoch präsentieren rund 1200 Aussteller aus 32 Ländern das Neueste aus der Unterhaltungselektronik. Im Mittelpunkt der Schau unter dem Berliner Funkturm stehen unter anderem Flachbild-Fernseher und neue Techniken zur Darstellung des neuen hochauflösenden Bildstandards HD. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hob bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstagabend die Bedeutung der IFA als globaler Innovationsplatz für das gesamte Spektrum der digitalen Unterhaltung hervor.

"Die IFA zeigt, wie wichtig Spitzentechnologie und Spitzenforschung sind", sagte Glos. Die Branche habe in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Die im harten internationalen Wettbewerb stehende deutsche Unterhaltungselektronikwirtschaft werde durch die aktuellen innovativen Produkte nachhaltig gestärkt. "Dies sichert qualifizierte Arbeitsplätze."

Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) werden vermutlich auch Produktpiraten ihre Neuentwicklungen zeigen. Die Staatsanwaltschaft Berlin und das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg seien auf Verfahren wegen Patenrechtsverletzungen vorbereitet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, Michael Grunwald, dem "Tagesspiegel". Es sei auch sehr kurzfristig möglich, Ermittlungen aufzunehmen und Beweismittel zu sichern, falls Strafanzeigen erstattet werden sollten. Eine Firma habe bereits angekündigt, sie werde Anzeige erstatten, wenn ihre Mitarbeiter Patentrechtsverletzungen zu ihrem Nachteil bei anderen Messeausstellern entdecken, sagte Grunwald.

Bei der erwähnten Firma handelt es sich nach Informationen des "Tagesspiegel" um die Patentschutzfirma Sisvel. Die Italiener verwerten nach eigenen Angaben die Rechte an einem Teil der Patente rund um MP3. Mit diesem Verfahren können Musikdateien komprimiert werden. Auch im Vorjahr hat das Unternehmen dem Bericht zufolge auf der IFA mögliche Produktpiraten ausfindig gemacht. Von den damals eingeleiteten 22 Ermittlungsverfahren sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin noch 14 Verfahren offen. Es handele sich in 16 Fällen um chinesische Gesellschaften.

Alle großen Elektronikfirmen sind sechs Tage lang auf der Messe präsent. Neben Kameraherstellern werden Anbieter der starken Wachstumssegmente Notebooks, Navigationsgeräte und von neuen Internet-Angeboten erwartet. Im Bereich Musik-Unterhaltung wird der Markt vor allem durch Musik aus dem Internet und MP3-Player bestimmt.

(31.08.2007 / Quelle: © 2007 AFP)