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24.08.2007 - Internet-Anbieter unterwerfen sich in China Benimmregeln

Yahoo-Werbung in Peking
Die Benimmregeln fordern die Betreiber unter anderem dazu auf, die Identität der Blog-Schreiber preiszugeben. Ein Blog ist eine Art Internettagebuch, in dem Privatpersonen ihre Ansichten ins Web stellen können. Yahoo! China wurde von Menschenrechtlern bereits kritisiert, weil es die Verurteilung eines Dissidenten zu zehn Jahren Haft ermöglicht haben soll. In der vergangenen Woche war ein 43-Jähriger zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden, der regierungskritische Artikel im Internet veröffentlicht hatte. MSN bestätigte, den "Pakt für Selbstdisziplinierung" unterzeichnet zu haben, kommentierte dies aber nicht weiter.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen verurteilte die Unterzeichnung solcher politischen Benimmregeln. "Diese Entscheidung wird schwerwiegende Folgen für die chinesischen Blogs haben und bedeutet das Ende des anonymen Blogs", kritisierte die Organisation in einer in Peking veröffentlichten Erklärung. Mehr als hundert Millionen Chinesen nutzen das Internet, mehrere Millionen Nutzer haben einen Blog.
(24.08.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



