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30.08.2007 - Ermittler stellt Verfahren gegen berüchtigte Internet-Abzocker ein
Auf ihren zahlreichen Internetseiten wie www.lehrstellen-heute.de, www.hausaufgaben.heute.de oder www.songtexte-heute.de wurden demnach Leistungen gratis angeboten, zum Teil gekoppelt mit einem Gewinnspiel. Im Kleingedruckten am Ende der Seite fand sich jedoch der Vermerk, dass sich das Gratis-Angebot am kommenden Tag in ein Zwei-Jahres-Abo mit jährlicher Vorauskasse verwandele. Nach Ablauf der Widerrufsfrist erhielten die ahnungslosen Kunden Verbraucherschützern zufolge stets Rechnungen über 84 Euro, später auch Mahnungen über 123 Euro. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat bereits zahlreiche Internetseiten der Schmidtlein-Brüder beanstandet, die daraufhin geändert wurden. Die Frankfurter Ermittler hielten die Zahlungshinweise dagegen für ausreichend.
In vielen Fällen hatten die unfreiwilligen Abokunden zudem behauptet, nie auf einer der Internetseiten gewesen zu sein. Untersuchungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zufolge ließen sich die Computerkennungen jedoch bis zu ihnen zurückverfolgen. Es seien auch keine Hinweise auf Spähprogramme gefunden worden.
Die Vielzahl der Fälle belege, dass viele Internetnutzer noch immer zu leichtgläubig ihre persönlichen Daten im Internet hinterließen, kritisierte die Staatsanwaltschaft. Im Internet sei beim Kleingedruckten die gleiche Vorsicht geboten wie beim Abschluss schriftlicher Verträge, mahnten die Ermittler.
(30.08.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



