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23.08.2007 - Boris Becker muss 114.000 Euro für Sportgate-Pleite zahlen

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München (AFP) - Der frühere Tennisstar Boris Becker muss mit mehr als 100.000 Euro für die Pleite des Inernet-Sportportals Sportgate gerade stehen. Das Oberlandesgericht (OLG) München entschied am Donnerstag nach jahrelangem Rechtsstreit, dass der 39-Jährige als Gründungsgesellschafter der Sportgate AG rund 114.000 Euro an den Insolvenzverwalter zahlen muss. Das Gericht wies zugleich eine von dem Insolvenzverwalter eingereichte Klage gegen Becker auf Zahlung des deutlich höheren Betrags von 1,5 Millionen Euro zurück.

In einem ersten Prozess war Becker nur zur Zahlung von 5708,80 Euro verurteilt worden. Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof aber kassiert und eine neue Festsetzung der Schuld Beckers gefordert.

Die Sportgate AG war im Sommer 2000 mit der Unterstützung von viel Prominenz an den Start gegangen, um für den Breitensport ein Internetangebot zu schaffen. Der Deutsche Sport Bund gehörte zu den Partnern, Pixelpark-Chef Paulus Neef ließ das Unternehmen entwickeln. In einem Washingtoner Hotel verpflichtete sich Becker schriftlich gegenüber Neef, mit den später vom Insolvenzverwalter geforderten 1,5 Millionen Euro für den Fall einer Pleite einzustehen. Nach Auffassung des OLG ist diese Verpflichtung jedoch hinfällig, weil sich die Gesellschafter im November 2000 auf eine Vereinbarung geeinigt hatten, die sämtliche vorherigen Absprachen aufhob.

Die jetzt vom Gericht ermittelten 114.000 Euro Schuld ergeben sich durch die persönlichen Anteile Beckers an Sportgate sowie die Anteile der Boris Becker AG, für die er ebenfalls zahlen muss.

(23.08.2007 / Quelle: © 2007 AFP)