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20.07.2007 - Erstmals zentrale Nummer für Sperrung von Handy und Bank-Karte
"Unsere Kunden haben es nun bequemer, weil sie sich nicht drei verschiedene Nummern merken müssen", sagte die Congstar-Sprecherin. "Wem etwa im Urlaub die Handtasche geklaut wird, der kann über die Nummer die EC-Karte und die SIM-Karte gleichzeitig sperren lassen." Die zentrale Sperrnummer existiert seit rund zwei Jahren. Während sich die meisten Banken und Kreditkarten-Anbieter schnell beteiligten, machte bisher kein einziger Mobilfunkanbieter mit.
Auch nach dem Congstar-Vorstoß lehnen die betreffenden Unternehmen eine Beteiligung weiter ab. "Unsere Kunden haben unsere Kunden-Hotline so präsent, dass es sich nicht rechtfertigen ließe, einen Wechsel vorzunehmen", sagte ein Sprecher von E-Plus. Eine Vodafone-Sprecherin sagte, der Konzern habe "keinen Bedarf für einen weiteren Weg, unsere Nummern sind von den Kunden über Jahre gelernt." Auch eine Postbank-Sprecherin sagte, das Institut werde sich "auf absehbare Zeit nicht an der Sperrnummer beteiligen."
Manfred Westphal vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) kritisierte die ablehnende Haltung der Unternehmen: "Es macht nur Sinn, wenn alle mitmachen, auch die Postbank", sagt er. "Denn die Idee ist natürlich grundsätzlich gut.
Die zentrale Sperr-Nummer ist aus dem Inland kostenlos, aus dem Ausland fallen die landesüblichen Telefongebühren an. Die Nummer wurde vor wenigen Jahren von der Bundesnetzagentur vergeben, die damals noch Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hieß. Wer die 116 116 anruft, für den sperren die Call-Center-Mitarbeiter die Karte teils direkt - so bei Volks- oder Raiffeisenbanken. Teils wird der Anruf an die jeweilige Sperr-Stelle der Bank vermittelt, etwa bei den Sparkassen. Wer mehrere Karten sperren will, wird von einem Mitarbeiter von Anfang bis Ende betreut. Im Gegensatz zu den Anfängen der Nummer ist heute aber ein automatischer Sprachdienst zur Vorauswahl vorgeschaltet.
(20.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



