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28.07.2007 - SPD-Chef Beck stellt Bedingungen für Online-Durchsuchungen

Beck
Vor einer Zustimmung der SPD müsse sorgfältig abgewogen werden, ob die Online-Durchsuchungen nötig und juristisch überhaupt möglich seien, sagte Beck der Zeitung weiter. "Es geht um einen ganz sensiblen Bereich der Privatsphäre", sagte Beck.
SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz forderte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der "Passauer Neuen Presse" auf, das Gesetz zur Stärkung der Rechte des Bundeskriminalamts im Anti-Terrorkampf ohne die Online-Durchsuchung auf den parlamentarischen Weg zu bringen. "Wir sollten erst die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Anfang 2008 abwarten, bevor wir über das Thema Online-Durchsuchung entscheiden," sagte er.
"Ich halte das Verhalten von Frau Zypries für unvertretbar, weil dadurch eine Lücke im Sicherheitsnetz entsteht, die für uns in Deutschland sehr gefährlich sein kann", sagte Beckstein der "Passauer Neuen Presse". Die Ministerin wolle sich "offenbar zunehmend als vermeintliche Hüterin des Rechtsstaates profilieren". Online-Durchsuchungen seien aber dringend notwendig, weil das Internet das "führende Medium für Terroristen" geworden sei, sagte der CSU-Politiker weiter.
Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", er sei zuversichtlich, dass es noch bis Ende August zu einer Einigung mit der SPD kommen werde.
De Maizière kritisierte indirekt die Äußerungen Schäubles zu seinen Überlegungen über das gezielte Töten von Terroristen. "Deutschland ist keine Insel der Seligen, auch wir werden vom Terrorismus bedroht. Das muss man der Öffentlichkeit aber verantwortungsvoll erklären. Der Tonfall ist dabei sehr wichtig", sagte de Maizière, ohne Schäuble bei Namen zu nennen. Zwar müsse alles getan werden, um mögliche Anschläge zu vermeiden. Einen absoluten Schutz gegen terroristische Anschläge könne es nicht geben.
(28.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



