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18.07.2007 - Brüssel schlägt Norm für Fernsehen auf dem Handy vor

Fernsehbild auf einem Handy
Reding erklärte, das Vorbild für den neuen Handy-TV-Standard DVB-H sei die von der europäischen Industrie entwickelte Handy-Norm GSM. Reding gibt den EU-Staaten mit DVB-H zunächst nur eine Empfehlung für einen Standard an die Hand. Im kommenden Jahr könnte sie die Norm aber nach eigenen Angaben verbindlich vorschreiben.
In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Standards auf Handys im Umlauf. Neben DVB-H sind dies MediaFLO des US-Anbieters Qualcomm sowie der südkoreanische Standard DMB. Mit der Empfehlung aus Brüssel dürfte sich DVB-H durchsetzen. 2008 sei ein "entscheidendes Jahr für die Einführung des Mobilfernsehens in der EU", erklärte Reding weiter. Sie verwies dabei auf die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele.
Das Kartellamt teilte T-Mobile, Vodafone und 02 nach eigenen Angaben mit, dass es beabsichtige, deren Vorhaben einer gemeinsamen DVBH-Plattform für das Handy-TV freizugeben. Die drei deutschen Mobilfunkbetreiber streben an, die Arbeit an den technischen Voraussetzungen für die Einführung das Handy-TVs in einem Gemeinschaftsunternehmen zu bündeln. Dort sollen außerdem die Programminhalte gemeinsam eingekauft und zu Paketen geschnürt werden. Den Vertrieb der Programme wollen die Anbieter dann jeweils einzeln übernehmen.
Das Kartellamt argumentierte, beim Handy-Fernsehen handle es sich um "neu entstehende Technologiemärkte, die sich noch in der Experimentierphase befinden". Die zu erwartenden Marktanteile seien deshalb "noch nicht so stabil, dass sie eine marktbeherrschende Stellung begründen könnten". Auch sei nicht zu erwarten, dass durch die gemeinsame Aktivität auf dem jungen Markt die Stellung der Unternehmen bei der Handy-Telefonie und SMS zu stark werde.
(18.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



