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24.07.2007 - USA und China gelingt gemeinsamer Schlag gegen Raubkopierer

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Raubkopierte Windows-Software
Peking (AFP) - Bei einem bisher einmaligen gemeinsamen Einsatz ist chinesischen und US-Ermittlern ein Schlag gegen die Raubkopier-Branche gelungen. Dabei wurden in China große Mengen gefälschter Software beschlagnahmt und 25 Verdächtige festgenommen, wie die US-Bundespolizei FBI in Peking mitteilte. Das FBI arbeitete bei der Aktion eng mit Chinas Ministerium für öffentliche Sicherheit zusammen.

Die Ermittler beschlagnahmten demnach 290.000 CDs mit gefälschter Software. Dabei handle es sich vor allem um Programme der US-Konzerne Microsoft und Symantec im Wert von rund 500 Millionen Dollar (rund 360 Millionen Euro), hieß es. Rund 70 Prozent der gefälschten Software sei für den US-Markt bestimmt gewesen, teilte das FBI weiter mit.

Unter den Festgenommenen war den Angaben zufolge auch der seit langem gesuchte Raubkopierer Ma Kepei und zehn seiner Komplizen. Ma war bereits im Jahr 2003 in New York wegen der Fälschung von Software von einem Gericht beschuldigt worden. Dann war er allerdings nach China geflohen, wo er wieder mit dem Raubkopieren von Software begann. Außerdem führte die Ermittlung zur Festnahme von 14 weiteren Software-Fälschern. Sechs Produktions- und Vertriebsfirmen der Festgenommenen wurden geschlossen.

Nach Angaben von Microsoft wurden die Microsoft-Raubkopien in 27 Ländern auf fünf Kontinenten entdeckt, auch in Deutschland. Insgesamt hätten die Fälscher sechs Millionen Fälschungen weltweit an Geschäftskunden und Privatanwender vertrieben. Sie hätten einen Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar. Gefälschte Kopien enthielten häufig schädliche Programme und funktionierten oft nicht richtig, erklärte Microsoft Deutschland. Sicherheitslücken führten in der Regel zu Datenverlust und damit zu hohen Kosten.

China hat sich in den vergangenen 25 Jahren zum weltgrößten Hersteller von gefälschten Waren entwickelt. Zu den Fälschungen gehören neben Software auch Filme, Kleidung, Autoteile oder Medikamente. Laut der US-Handelskammer kosten die chinesischen Fälschungen die US-Wirtschaft rund 250 Milliarden Dollar im Jahr und führten zum Verlust von rund 750.000 Arbeitsplätzen in den USA. Auch die deutsche Wirtschaft macht Milliardenschäden durch Fälschungen geltend.

(24.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)