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24.07.2007 - Kann ein Computer bluffen?
In dem auf zwei Tage angesetzten Duell in der meistverbreiteten Poker-Variante "Texas Holdem" erhalten Laak und Eslami pro gewonnener Partie 5000 Dollar (3600 Euro). Für Profispieler ist dies eher eine geringe Summe, aber beide reizt nach eigenen Angaben der wissenschaftliche und technische Aspekt: "Ich will an der Spitze dieser Entwicklung sein", sagte Eslami der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist ein bisschen, als wenn man beim Start der ersten Weltraumrakete dabei ist." Für ihn sei Polaris der Beginn einer phänomenalen Entwicklung. "Das ist der Start der nächsten Revolution in der Informatik: Computer, die menschliche Charakterzüge übernehmen."
Das Poker-Spiel findet am Rande eines Kongresses über künstliche Intelligenz statt, zu dem in Vancouver mehr als tausend Forscher aus aller Welt zusammengekommen sind. Polaris-Chefentwickler Michael Bowling von der Universität Alberta sieht in den Besonderheiten des Poker die große Herausforderung: Computer hätten ja schon im Schach und bei Dame gegen die besten Spieler der Welt gewonnen. Aber dabei sei es hauptsächlich um das schnellstmögliche "Durchrechnen" von Möglichkeiten gegangen. Beim Pokern müsse der Computer auch Emotionen beherrschen und idealerweise bluffen können.
(24.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



