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18.07.2007 - Besserer Schutz von Lehrern vor Internet-Mobbing gefordert
In den vergangenen Wochen hatte es vermehrt Berichte über die Diffamierung von Lehrern im Internet gegeben. Dies sei aber kein deutsches, sondern ein internationales Phänomen, erklärte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne. So habe eine Umfrage der englischen Lehrergewerkschaft ergeben, dass 17 Prozent der teilnehmenden Lehrer mindestens einmal per Handy, E-Mail oder im Internet belästigt worden seien. Die GEW-Schulexpertin Marianne Demmer warnte zugleich vor Dramatisierung. "Schülerstreiche und Mobbing sind ein altes Thema, das nun im Internet-Zeitalter angekommen ist", erklärte Demmer.
Der GdP-Vorsitzende Freiberg erklärte dagegen, ein Streich, der früher kaum aus dem Schulgebäude gedrungen sei, könne heute zu einer "richtig üblen PR-Kampagne gegen das Opfer inszeniert werden." Kinder und Jugendliche müssten daher sehr früh lernen, dass die einschlägigen Gesetze sehr harte Strafen parat hielten.
Der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, forderte Nachbesserungen am Telemediengesetz. Nach wie vor sei es so, dass Anbieter wie das Video-Tauschportal Youtube für die Einstellung fremder Inhalte wie Hinrichtungsvideos von Lehrern auf ihren Plattformen nicht verantwortlich gemacht werden könnten. Damit liege der schwarze Peter bei den Opfern, die selbst gegen die unbekannten Täter juristisch vorgehen müssten. "Das ist nicht hinnehmbar", erklärte Meidinger.
(18.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



