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31.07.2007 - Familienministerium stoppt umstrittene Aufklärungsbroschüre

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Von der Leyen
Berlin/Köln (AFP) - Das Bundesfamilienministerium hat die sechs Jahre alte Broschüre "Körper, Liebe, Doktorspiele" aus dem Repertoire seiner Aufklärungsarbeit gestrichen. Bundesministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe bestimmte Aussagen des Heftes als "grenzwertig" bezeichnet, sagte ihre Sprecherin Iris Bethge der Nachrichtenagentur AFP. "Einige Formulierungen sind missverständlich und zweideutig." Ob der Ratgeber in überarbeiteter Fassung neu erscheint, ließ die Sprecherin offen. Über den Stopp der Aufklärungsbroschüre hatte zuerst der Kölner "Express" berichtet.

Die seit 2001 veröffentlichten Hefte der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sollen Eltern bei der Erziehung von Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren helfen. Der Zeitung zufolge enthält die Broschüre umstrittene Tipps, wie etwa Empfehlungen zu einem zärtlichen Umgang mit den Genitalien von Kindern und Eltern. Die insgesamt 650.000 herausgegebenen Hefte sind nach Ministeriumsangaben vergriffen. Sie liegen möglicherweise noch in Kindergärten, Familienbildungsstätten und bei Ärzten aus. Laut "Express" konnte die Broschüre bis vergangene Woche aus dem Internet geladen werden. Dies wurde nun gestoppt.

"Wir müssen die Broschüre auf jeden Fall überarbeiten, vor allem sprachlich", sagte Bethge. Mehrere Eltern hätten sich über anstößige Formulierungen beschwert und das Ministerium auf den Ratgeber aufmerksam gemacht. Der Zeitung zufolge erstattete inzwischen eine Mutter bei der Staatsanwaltschaft Köln Anzeige gegen die Bundeszentrale wegen Aufrufs zum Kindesmissbrauch.

(31.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)