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27.07.2007 - Intel droht Milliarden-Strafe aus Brüssel

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Vor Verhängung einer möglichen Strafzahlung hat Intel noch Recht auf eine Anhörung. Die EU-Kommission ermittelt seit sieben Jahren gegen Intel. In Deutschland soll der Konzern die MediaMarkt-Kette unter Druck gesetzt haben, ausschließlich Intel-Produkte zu verkaufen. Die EU-Kommission hatte im Zuge der Ermittlungen im Juli 2005 unangekündigt in 16 europäischen Städten Einrichtungen von Intel und seiner Kunden durchsucht. Intel-Prozessoren sind in den meisten Computern weltweit eingebaut. Bekannt sind vor allem die Modelle der Pentium-Serie.
Intel habe seine Marktmacht in dreierlei Hinsicht missbraucht, erklärte die EU-Kommission. Der Konzern habe Computerherstellern deutliche Rabatte für die Nutzung seiner Prozessoren eingeräumt. Zudem habe Intel in einigen Fällen Geld geboten, wenn Chips des US-Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) nicht oder verspätet eingebaut würden. Darüber hinaus habe Intel seine Prozessoren zum Teil unter den Herstellungskosten vermarktet und AMD so ausgestochen. Intel hält 80 Prozent am weltweiten Prozessoren-Markt, AMD die restlichen 20 Prozent.
Das Vorgehen von Intel seien "schlecht für die Verbraucher", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Intel dagegen wies die Vorwürfe zurück. Der Markt für Mikroprozessoren funktioniere "normal", teilte der Konzern in einer Erklärung mit. Das Verhalten der Firma sei "legal, wettbewerbsgerecht und zum Wohle der Verbraucher gewesen", hieß es. Der Europachef von Intel-Konkurrent AMD, Giuliano Meroni, erklärte dagegen, die Beschwerdeschrift der EU werde die Öffnung des weltweiten Mikroprozessoren-Markts beschleunigen. Davon würden "Endkunden und PC-Unternehmen gleichermaßen profitieren können".
(27.07.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



