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26.06.2007 - Presse: EU will Frankreichs Monopol bei Online-Sportwetten knacken
Betroffen sind laut dem "Parisien" der unter staatlicher Kontrolle stehende Pferdewetten-Anbieter Pari mutuel urbain (PMU) und - zu einem geringen Anteil - die Lotto-Gesellschaft Française des jeux (FDJ). Die PMU als Genossenschaft von 51 Rennveranstaltern machte 2006 einen Umsatz von 8,1 Milliarden Euro. Davon entfielen 327,6 Millionen Euro auf Internet-Wetten. Insgesamt führte die PMU im vergangenen Jahr an den französische Staat über eine Milliarden Euro ab. Andere Glücksspielbereiche wie das normale Lotto oder die in Frankreich beliebten Lose zum Aufkratzen sind laut dem Bericht vom Vorgehen der EU nicht betroffen.
Frankreich war im vergangenen Jahr mit einer spektakulären Aktion gegen den Sportwettenanbieter bwin wegen des illegalen Betrieb von Glücksspielen vorgegangen. Die bwin-Chefs waren nach Klagen von PMU und FDJ im September bei einer Sponsoren-Pressekonferenz im Trainingslager Fußballclubs AS Monaco festgenommen worden. Durch die Affäre wurde in Frankreich die Debatte über das staatliche Glücksspielmonopol neu entfacht. Die Profi-Fußball-Liga (LFP) kritisierte dabei, dass sie von den Wetteinnahmen von rund 300 Millionen Euro pro Jahr auf Fußballspiele keinen Cent sehe. Laut "Parisien" hoffen die Clubs durch Brüssel jetzt auf eine Änderung der Rechtslage.
(26.06.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



