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21.06.2007 - Verbraucher sparen mit Handwerker-Portalen im Internet zumeist nicht

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Düsseldorf (AFP) - Wer seinen Handwerker-Auftrag über spezielle Internet-Portale dem billigsten Anbieter zuschlagen will, spart nach Feststellung von Verbraucherschützern nicht in jedem Fall. Zu diesem Ergebnis ist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach Angaben vom Donnerstag beim Test von acht Handwerker-Portalen gekommen. Demnach konnten Kunden mit ihren zumeist kostenlos aufgegebenen Aufträgen wie eine Renovierung oder Gartenarbeiten in Einzelfällen die Preise zwar bis zu 60 Prozent drücken. Doch knapp zwei Drittel aller Auktionen, vor allem solche auf kleineren Portalen, brachten für die Auftraggeber nichts ein.

Knapp zwei Drittel der insgesamt 50 von der Verbraucherzentrale untersuchten Aufträge blieben ohne Angebot eines Handwerkers oder brachten lediglich eine Offerte zum Startpreis ein. Auf einem Portal liefen drei Auktionen sogar anders herum: Der günstigste Maler wollte beispielsweise Decken und Wände statt zum Startpreis von 250 Euro nur für 390 Euro streichen. Nur bei jeder dritten Auktion wurde der Einstandspreis laut Untersuchung merklich gedrückt. Die damit gesparten Ausgaben reichten von zehn Euro für den Einbau einer Spüle bis zu 11.000 Euro für die Dämmung eines Achtfamilienhaus.

Von Portal zu Portal gibt es den Testern zufolge deutliche Unterschiede. Während die Versteigerung bei My-Hammer in sieben von zehn Fällen funktionierte und bei Malerarbeiten im Schnitt 20 Prozent Ersparnis drin waren, blieben Erfolge auf anderen Börsenseiten die Ausnahme. Wer einen Auftrag im Internet versteigern will, sollte sich vorab nach einem realistischen Preis für die Arbeit erkundigen, rät die Verbraucherzentrale. Bei komplizierten Arbeiten wie aufwändigen Installationsarbeiten empfehlen die Verbraucherschützer einen Kostenvoranschlag. Sonst drohe bei scheinbar günstigen Geboten ein satter Nachschlag.

(21.06.2007 / Quelle: © 2007 AFP)