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20.06.2007 - Vodafone will EU-Tarif nicht so schnell wie T-Mobile anbieten

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Düsseldorf (AFP) - Vodafone will die neuen Handy-Tarife der EU nicht so schnell wie Konkurrent T-Mobile umsetzen. Es stehe noch kein genaues Datum für die Einführung fest, sagte eine Sprecherin des zweitgrößten deutschen Mobilfunkanbieters am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Vodafone werde bei den Kunden parallel aber weiter für den bestehenden Sonder-Auslandstarif namens "Reiseversprechen" werben, mit die Nutzer meist mehr sparen könnten als mit dem neuen "Eurotarif" der EU. Der neue Eurotarif werde aber fristgemäß kommen.

Mit dem "Reiseversprechen" kosten Gespräche im Ausland eine einmalige Gebühr von 75 Cent, die Minutenpreise sind dann genauso teuer wie im Inland. Damit kostet für einen Vodafone-Kunden, der im Inland den durchschnittlichen Preis von etwa 20 Cent zahlt, ein einminütiges Auslandsgespräch 95 Cent, bei zwei Minuten sinkt der Minutenpreis schon auf 47,5 Cent und damit unter die EU-Vorgaben. Je länger das Gespräch dauert, desto billiger wird es pro Minute.

Allerdings nutzen bisher nur etwa ein Drittel der rund 30 Millionen Kunden von Vodafone das "Reiseversprechen". Für alle anderen sind Auslandsgespräche relativ teuer. Die Kunden können sich unabhängig vom EU-Tarif für das Sonder-Angebot entscheiden. All jenen, die das "Reiseversprechen" nicht nehmen, wird Vodafone bis zum Oktober wie von der EU gefordert den Eurotarif aufschalten. Verbraucherschützer halten den Vodafone-Sondertarif aber für keine schlechte Alternative, da auch die beliebten Urlaubsländern Schweiz, Ägypten und Türkei eingeschlossen sind.

(20.06.2007 / Quelle: © 2007 AFP)