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29.05.2007 - Streik beeinträchtigt auch die Konkurrenten der Telekom

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Streikende Mitarbeiter der Telekom
Berlin/Köln (AFP) - Der Streik im Servicebereich der Deutschen Telekom gegen schlechtere Arbeitsbedingungen beeinträchtigt zunehmend auch die Telekom-Konkurrenz und deren Kunden. Die Wartezeiten bei Störungen und Leitungsumschaltungen dauerten wegen des Arbeitskampfs teilweise drei Mal so lange, erklärte der Dachverband VATM in Köln. Auch zum Beginn der dritten Streikwoche zeichnete sich unterdessen bei den Tarifpartnern keine Annäherung ab. Laut Gewerkschaft Verdi folgten bundesweit über 13.000 Beschäftigte dem Streikaufruf.

Verdi-Streikführer Ado Wilhelm dementierte dabei Spekulationen über eine mögliche Annäherung. Auch seitens der Telekom hieß es, weiterhin seien keine offiziellen Gespräche mit Verdi vereinbart.

Die Telekom informiere die private Konkurrenz erst weit im Nachhinein darüber, welcher Konzernbereich bestreikt werde, beschwerte sich der Verband VATM. Dies sei "besonders ärgerlich". Laut einer Befragung der über 50 Mitgliedsunternehmen bestätige die Telekom Termine und Störungen in vielen Fällen überhaupt nicht mehr. Die Zahl nicht bearbeiteter Störungen habe sich bei einigen Wettbewerbern bis zu verdreifacht. Zugesicherte Termine würde mehrfach nach hinten geschoben. Laut Standardvertrag für die Teilnehmeranschlussleitung müsse die Telekom in der Regel Störungen innerhalb von 24 Stunden bearbeiten.

Laut Verdi führt der Arbeitskampf mittlerweile flächendeckend zu "erheblichen Beeinträchtigungen" bei der Auftragsannahme in Call-Centern, bei der Bearbeitung sowie bei Entstöraufträgen. Die Telekom bestätigte, dass es durch den Streik zu Beeinträchtigungen komme, die auch Verzögerungen bei der Auftragsbearbeitung zur Folge hätten. Seine Großkunden habe das Unternehmen aber von Beginn an auf diese Möglichkeit hingewiesen, sagte eine Sprecherin. Auch gebe es dazu regelmäßig aktualisierte Informationen.

(29.05.2007 / Quelle: © 2007 AFP)