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25.05.2007 - Telekom-Streik geht ohne Annäherung in die dritte Woche

Streikende Telekom-Mitarbeiter
Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick bekräftigte, der Konzern habe den vom geplanten Umbau betroffenen Mitarbeiter ein "sehr faires und ausgewogenes Angebot vorgelegt". Die Telekom biete an, "die Gespräche jederzeit fortzusetzen auf der Basis dieses Angebots". "Natürlich wird man das weiterentwickeln müssen", fügte Eick hinzu.
Nach wie vor will die Telekom die Bereiche technischer Kundendienst, technische Infrastruktur und Call Center zum 1. Juli ausgliedern. Diese Bereiche sollen in rechtlich selbstständige Service-Gesellschaften überführt werden. Die Telekom verteidigte dabei ihre Pläne, dort die Mitarbeiter für weniger Geld länger als bisher arbeiten zu lassen. Arbeitsplätze könnten nur gehalten werden, wenn das Unternehmen dem "immensen Wettbewerbsdruck erfolgreich begegnet", erklärte der Ex-Monopolist.
Die Gewerkschaft dagegen lehnt eine Lohnsenkung weiter kategorisch ab und forderte erneut ein "verhandlungsfähiges Angebot". Es sei an der Zeit, dass die Telekom endlich auf die Beschäftigten eingehe, anstatt sie zu bedrohen und einzuschüchtern, erklärte die Gewerkschaft. Eine Auslagerung der rund 50.000 Mitarbeiter in die Servicegesellschaften "gegen die Beschäftigten, gegen die Betriebsräte und gegen die Gewerkschaften" werde den Service gewiss nicht verbessern, sagte Streikführer Wilhelm.
Verdi warf der Telekom vor, die Lage noch zu verschärfen, weil das Unternehmen an streikende Mitarbeiter "Einschüchterungsschreiben" mit "Abmahnungscharakter" schicke. Es sei auch kein Einzelfall, dass solche Mitarbeiter mit "Telefonterror" überzogen würden. Verdi rief für kommenden Mittwoch alle Mitglieder zu einem "Tag der Solidarität" mit den streikenden Beschäftigten bei der Telekom auf.
Die Bundesregierung erwartet nach Informationen des "Handelsblatt" von Unternehmenschef René Obermann eine schnelle Einigung mit der Gewerkschaft. "In den nächsten Tagen" solle möglichst klar sein, wie der Streik gegen schlechtere Arbeitsbedingungen der Service-Mitarbeiter beendet werden könne, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Gleichzeitig erwarte der Bund als größter Aktionär, dass auch die angekündigten Sparziele weitgehend erreicht würden.
(25.05.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



