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29.03.2007 - Übernahme perfekt: Waferfertigung der ZMD AG wird X-FAB-Tochter

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Das Erfurter Halbleiter-Unternehmen X-FAB Semiconductor Foundries AG wird die Waferfertigung der ZMD AG am Standort Dresden - die ZFOUNDRY - übernehmen. Das gab X-Fab heute in Erfurt bekannt. ZFOUNDRY soll demnach als Tochtergesellschaft der X-FAB AG in die X-FAB-Gruppe integriert werden. Darüber hinaus beschlossen die beiden Unternehmen eine enge und langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Waferfertigung.

Im Rahmen eines Waferliefervertrages wird X-FAB zukünftig Foundry-Dienstleistungen an ZMD liefern. Damit gehöre ZMD zu den Top-10-Kunden der X-FAB-Gruppe, so das Erfurter Unternehmen. Zu den finanziellen Details der Übernahme wollte sich X-FAB nicht äußern. Für beide Unternehmen sei dieser Schritt von Vorteil und entspreche dem Trend der Halbleiterindustrie, die Schaltkreisentwicklung und -fertigung zu trennen, führt X-FAB weiter aus. Auf diese Weise könnten Kostenvorteile und Spezialisierungseffekte genuzt werden. Die ZMD AG agiert zukünftig als Fabless Company und konzentriert sich auf die Entwicklung von analog/mixed-signal-Schaltkreisen.

Thilo von Selchow, CEO der ZMD AG, kommentierte die Transaktion wie folgt: "Mit X-FAB haben wir den Wunschpartner für ZFOUNDRY gefunden. Nun haben wir Zugriff auf ein wesentlich breiteres Technologieportfolio mit kleineren Strukturbreiten, unmittelbare 8-Zoll-Verfügbarkeit sowie Second-Source-Möglichkeiten." Außerdem sei es für ZMD elementar, dass X-FAB mindestens zehn Jahre Lieferverfügbarkeit der jeweiligen Technologie in Automotive-Qualität garantiert, so von Selchow weiter.

Mit der Übernahme von ZFOUNDRY kann X-FAB nach eigenen Angaben seine Gesamtfertigungskapazität um circa 15 Prozent auf knapp 70.000 8-Zoll-äquivalente Waferstarts pro Monat erweitern. ZFOUNDRY hat mit 350 Mitarbeitern im Jahr 2006 im Foundry-Segment Umsätze in Höhe von 44,5 Millionen Euro erzielt. Hans-Jürgen Straub, CEO der X-FAB-Gruppe, freut sich über die Kooperation, die für beide Seiten vorteilhaft sei. Er kündigte an, dass X-FAB ZMD auf dem Weg zur Fabless Company voll unterstützen wolle. "Für X-FAB ist es bereits das dritte Projekt, mit dem wir einen unserer Kunden auf dem Weg zur Fabless Company begleiten. Im Rahmen der kontinuierlich hohen Nachfrage nach unseren Technologien und Dienstleistungen sowie aufgrund der Nähe zu Erfurt ist die ZFOUNDRY für X-FAB eine sehr gute Ergänzung."

Die X-FAB-Gruppe (inklusive ZFOUNDRY) fertigt Siliziumwafer für analog-digitale integrierte Schaltkreise (mixed-signal ICs). Das Unternehmen verfügt über Waferfabriken in Erfurt, Dresden, Plymouth (UK), Lubbock (Texas, US) und Kuching (Sarawak, Malaysia) und beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiter weltweit. Hauptanwendungsgebiete sind der Automobil-, Kommunikations-, Konsumgüter- und Industriebereich. Im Jahr 2006 fusionierte X-FAB mit der malaysischen 1st Silicon.


Die ZMD AG wurde 1961 gegründet und hat sich auf die Fertigung von Analog-Mixed-Signal-Schaltkreisen spezialisiert, die in der Automobilelektronik, in portablen medizinischen Geräten, in der Industrie (Automatisierung, Prozesstechnik) und in Produkten für tragbare Geräte wie Mobiltelefone, Laptops, PDAs, MP3-Playern eingesetzt werden. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden verfügt über Büros in Europa, den USA und Asien.

(29.03.2007 / Quelle: saxxess.com / X-FAB Semiconductor Foundries AG / Bild: ZMD AG)