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26.03.2007 - Sächsische Medieninformatiker machen lokale Fernsehsender fit fürs digitale Zeitalter

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Mit ihrem Forschungsprojekt "sachsMedia" erkunden Medieninformatiker der TU Chemnitz Möglichkeiten, wie lokale Fernsehsender in Sachsen ihre Beiträge innerhalb einer webbasierten Medien-Allianz produzieren, senden und verteilen können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 2,2 Millionen Euro gefördert.

Wie auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten sind lokale Fernsehsender von einem gravierenden Umbruch betroffen: Beispielsweise führen weggefallene Werbeeinnahmen zu Rationalisierungen bei den Sendern. Aufgrund dessen werden nicht nur senderübergreifende Kooperationen bei der Produktion, sondern auch gut archiviertes und recherchierbares Sendematerial benötigt. Zudem wird 2010 die analoge Fernsehausstrahlung in Deutschland einheitlich eingestellt und die momentan noch analog sendenden Lokalfernsehsender müssen bis dahin den Umstieg auf digitale Formate geschafft haben. Des Weiteren muss die wachsende Bedeutung des Internets und die damit verbundene Möglichkeit, Sendungen auszustrahlen, beachtet werden.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Maximilian Eibl will sich die Professur Medieninformatik der TU Chemnitz diesem komplexen Aufgabenfeld widmen. Es sollen nun Lösungen entwickelt werden, die unter anderem eine digitale Langzeitarchivierung derartiger Datenbestände sowie deren Vertrieb über das Internet ermöglichen. Die Projektarbeit "sachsMedia - Cooperative Producing, Storage und Broadcasting for Local Television" kooperiert dabei mit der Arbeitsgemeinschaft Regionalfernsehveranstalter in Sachsen (ARiS), der KabelJournal GmbH Grünhain-Beierfeld, der envia TEL GmbH Markkleeberg sowie der HMS oHG aus Halle und der Mugler AG aus Oberlungwitz.

Um die Projektpartner für die anstehenden Veränderungen im Medienbereich zukunftsfähig zu machen, soll "sachsMedia" die beteiligten Partner über kritische Forschungshürden hinweg heben und damit einen wichtigen Innovationsschub geben, der sie über die Schwelle vom Analog- zum Digitalfernsehen bringt.

Bis zum Jahr 2012 stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Innovationsinitiative "Unternehmen Region" mit "InnoProfile" insgesamt rund 150 Millionen Euro für technologie- und branchenspezifische Zusammenarbeit zwischen Nachwuchsforschergruppen und Unternehmen in Ostdeutschland bereit.


An der TU Chemnitz sind derzeit etwa 10.000 Studierende immatrikuliert. In Forschung und Lehre wird besonderer Wert auf Interdisziplinarität gelegt, so dass die Mathematik sowie die Ingenieur- und Naturwissenschaften eng mit den Wirtschaftswissenschaften wie auch den Geistes- und Sozialwissenschaften verknüpft sind.

(26.03.2007 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz)