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21.03.2007 - Öffentliche Ringvorlesung widmet sich "Second Life"

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Mit der gesellschaftlichen und ökonomischen Bedeutung so genannter "E-Welten" beschäftigt sich die öffentliche Ringvorlesung der HTWK Leipzig. Diese findet ab sofort mittwochs 17.15 Uhr im Hörsaal Li 110 im Lipsius-Bau der HTWK Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße 145, statt.

Computerspiele erreichen beständig eine neue Qualität. Die Konstrukteure der Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPG) erschaffen virtuelle Welten, die in ihrer Leistungsfähigkeit weit über das Spielen hinaus an Bedeutung gewinnen, insbesondere in der Internetökonomie. Prominentes Beispiel dafür ist die inzwischen weltweit bekannte virtuelle Welt "Second Life". Millionen Menschen sind weltweit eingestiegen und meistern im Internet ihr zweites Leben. Selbst real existierende Firmen siedeln sich in der anderen, der zweiten Welt an.

Dabei ergeben sich grundlegende Fragen. Funktioniert die Internetökonomie wie erwartet? Gibt es Regeln? Und für wen gelten diese? Sind bereits Konflikte aufgetreten, die Gerichte entscheiden müssen? Wird da eigentlich noch gespielt? Kann man Computerspiele auch als Werkzeuge verwenden, die Gesellschaft und ihre ethische Konstruktion erproben? Diese und weitere Fragen sollen in der öffentlichen Ringvorlesung "Computerspiele und E-Welt als (Experimentierfeld für) Gesellschaft" des Studium generale der HTWK Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften geklärt werden.

Der Titel des ersten Vortrages lautet "Was sind und bedeuten Computerspiele, virtuelle Welten und Internetökonomie?". Weitere Vorträge befassen sich mit den Spielen von gestern und heute, mit Sicherheitsproblemen in virtuellen Welten sowie ethischen Fragestellungen. Außerdem ist ein Spiel-Konstruktionsseminar geplant, welches sich mit Aufgabendefinitionen, Spielideen und Abstraktionen sowie Dramaturgie beschäftigt. Daneben findet im Rahmen der Ringvorlesung am Samstag, dem 5. Mai 2007, "Die lange Nacht der Computerspiele" an der HTWK Leipzig statt.


Die HTWK Leipzig wurde am 15. Juli 1992 gegründet, entstand jedoch nicht neu, sondern setzt eine lange Tradition technischer Bildungseinrichtungen sowie der mit der Buchstadt Leipzig eng verbundenen Lehrstätten für Bibliothekare, Buchhändler, Museologen und Polygrafen fort.

Nähere Informationen zur Ringvorlesung: Prof. Hans-Ulrich Niemitz, Studium generale, Telefon: 0341 3076-6219, Mail: niemitz@r.htwk-leipzig.de

(21.03.2007 / Quelle: saxxess.com / HTWK Leipzig / Bild: HTWK Leipzig)