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16.03.2007 - Medienkompetenz von klein auf: TU Chemnitz sucht Kinder als Teilnehmer für Studie

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Im Chemnitzer Medienkindergarten erfassen Forscher der TU Chemnitz mit Hilfe eines Computertests die mediale Zeichenkompetenz von Kindern.

Im Chemnitzer Medienkindergarten erfassen Forscher der TU Chemnitz mit Hilfe eines Computertests die mediale Zeichenkompetenz von Kindern.
Ab Mai 2007 startet an der TU Chemnitz eine Studie, die sich mit der Medienkompetenz von Vier- bis Siebenjährigen befasst. Für das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg durchgeführt wird, suchen die Wissenschaftler 75 Vorschulkinder aus der Chemnitzer Region.

Für die meisten Kinder ist mittlerweile der alltägliche Umgang mit Fernsehen, Computern, Hörspielkassetten, Comics und Bilderbüchern selbstverständlich. Allerdings ist noch relativ wenig über die Entwicklung der Medienkompetenz im Vorschul- und Grundschulalter bekannt. Wissenschaftler der Professur Medienkommunikation der TU Chemnitz und Psychologen der Universität Würzburg wollen diese Lücke nun schließen: Das Projekt "Entwicklung der Medienkompetenz bei Vorschul- und Grundschulkindern" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

"Mediale Zeichenkompetenz ist der Grundstein der Medienkompetenz und umfasst das Verstehen von Zeichen, Symbolen und Zeichensystemen, die in den Medien vorkommen", erläutert die Projektverantwortliche Anne Glas. Ziel der Studie sei es, wichtige Erkenntnisse über den Entwicklungsverlauf der Medienkompetenz im Alter zwischen vier und sieben Jahren zu gewinnen, so die Forscher. Diese sollen helfen, kindgerechte Fernsehsendungen, Hörspiele oder Computerlernspiele zu verbessern und ein Trainingsprogramm zu entwickeln, das die Medienkompetenz der Kinder frühzeitig fördert. "Erst, wenn die Kinder die benutzten Zeichensysteme verstehen, können sie auch die mit dem Medium transportierten Inhalte begreifen. Erst dann eigenen sich die Medien auch zum Lernen", erklärt Prof. Dr. Peter Ohler, Inhaber der Professur Mediennutzung, die Vorteile der Längsschnittstudie.

Für diese Studie suchen die Chemnitzer Medienexperten ab Mai 2007 freiwillige Teilnehmer, die zwischen dem 1. September 2002 und dem 30. Juni 2003 geboren sind und voraussichtlich im Sommer 2009 eingeschult werden. Die Probanden, die zu Beginn der Studie vier oder fünf Jahre alt sind, werden dann von den Wissenschaftlern zwei Jahre lang in ihrer Medienentwicklung begleitet. Halbjährlich wird ihr mediales Verständnis spielerisch getestet.


Die TU Chemnitz, an der zurzeit etwa 10.000 Studierende immatrikuliert sind, besitzt sieben Fakultäten. In Forschung und Lehre wird besonderer Wert auf Interdisziplinarität gelegt, so dass die Mathematik sowie die Ingenieur- und Naturwissenschaften eng mit den Wirtschaftswissenschaften wie auch den Geistes- und Sozialwissenschaften verknüpft sind.

(16.03.2007 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz)