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27.02.2007 - Positive Bilanz der Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für das Jahr 2006

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"Diese drei Bundesländer trugen damit ganz entscheidend dazu bei, dass sich der Anteil der ostdeutschen Betriebe am gesamtdeutschen Umsatz auf nunmehr 10,5 Prozent erhöht hat", stellt Günter Errmann, Vorsitzender der ZVEI-Landesstelle Sachsen und Thüringen fest. Der Umsatz der Elektroindustrie in Sachsen sei nach Angaben des ZVEI um 12,7 Prozent gewachsen. Als wesentliche Stütze für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im Jahr 2006 habe sich der Export erwiesen. Der Auslandumsatz sei in Sachsen um 22 Prozent auf rund 2,49 Milliarden Euro gestiegen, der Exportanteil liege nun bei 43 Prozent.
Besonders erfreulich sei, so Errmann, dass sich die gute konjunkturelle Entwicklung nunmehr auch positiv auf die Beschäftigung in der Elektroindustrie auswirkt. Die drei mitteldeutschen Länder konnten eine Zunahme von knapp zwei Prozent auf 63.441 Beschäftigte verzeichnen. Während sowohl in Sachsen als auch in Thüringen erhebliche Neueinstellungen gezählt wurden, ging die Zahl der Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt um 600 zurück. Allerdings beklagen die Unternehmen bereits heute vielfach einen Mangel an Ingenieuren und Facharbeitern. Die Bereitschaft, Personal einzustellen, werde häufig durch die unzureichende Qualifikation der Schulabgänger und durch realitätsfernes Verhalten vieler Jugendlicher konterkariert. "Auch wegen der absehbaren demografischen Entwicklung müssen energischer als bisher mehr junge Menschen für eine technische Ausbildung motiviert werden", fordert Errmann.
Über die Hälfte aller Unternehmen sprechen derzeit von einer Kapazitätsauslastung von über 90 Prozent. "Das ist ein Spiegelbild der von den Unternehmen insgesamt als gut eingeschätzten Wirtschaftslage", unterstreicht Errmann. Lediglich bei den Investitionen sei eine Atempause für 2007 zu erwarten. Die Gründe für das zögerliche Investitionsverhalten seien vielfältig. Sie reichen von einer erwarteten Abschwächung des Konsumverhaltens aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung über die für den Export nachteilige Aufwertung des Euro bis hin zu den ungewissen Folgen aus der kommenden Tarifrunde.
Die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr werden von den Unternehmen gleichwohl positiver als vor Jahresfrist beurteilt. So hat sich nach einer Umfrage des ZVEI der Anteil der Unternehmen, die mit einer besseren Geschäftsentwicklung rechnen, auf 43 Prozent erhöht, etwa die Hälfte der Unternehmen erwarten einen gleich bleibenden Geschäftsverlauf und zehn Prozent eine schlechtere Entwicklung.
Der ZVEI vertritt die wirtschafts-, technologie- und umweltpolitischen Interessen der deutschen Elektroindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er will die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien fördern, indem er Vorschläge zur Forschungs-, Technologie-, Umweltschutz-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik unterbreitet. Der ZVEI unterstützt darüber hinaus eine marktbezogene, internationale Normungs- und Standardisierungsarbeit.
(27.02.2007 / Quelle: saxxess.com / ZVEI Sachsen und Thüringen / Bild: ZVEI Sachsen und Thüringen)



