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27.11.2007 - 1,65 Millionen Euro investiert - Neuer Superrechner für die Universität Leipzig

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Der neue Leipziger Superrechner

Der neue Leipziger Superrechner
Die Universität Leipzig hat am Montag einen neuen Superrechner erhalten. Das Parallelrechnersystem HP-Superdome ermöglicht es besonders rechenintensiven Disziplinen der Universität, aufwendige Rechnungen in wesentlich kürzerer Zeit durchzuführen. Einige Berechnungen werden durch den Einsatz des neuen Hochleistungscomputingsystems überhaupt erst möglich. Die verfügbare parallele Rechnerleistung stieg um mehr als das 30-fache gegenüber dem Vorgängersystem, der HP X-Class. Der Universität Leipzig zufolge wurden in das Rechnersystem nach mehr als 5-jährigen Vorbereitungen insgesamt ca. 1,65 Millionen Euro aus Bundes-, Landes- und Universitätsmitteln investiert.

Besonders die naturwissenschaftlichen Studienfächer profitieren von der hohen Leistung der Technik. Ob Biotechnologie, Strömungsmechanik, Quantentheorie oder die Baustoff- bzw. Klimaanalyse - Hochleistungscomputer spielen heute die entscheidende Rolle bei der numerischen Simulation. Dies sei, so die Universität, neben Theorie und Experiment die dritte Säule technisch-wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung.

Prof. Dr. Hans-Jörg Hofmann von der Fakultät für Biowissenschaften betont die Bedeutung des Superrechners für seine Fakultät. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Untersuchungen zur Struktur von Biomolekülen. Dabei geht es um die Entwicklung dreidimensionaler Strukturmodelle für Enzyme und Rezeptoren. Ziel der Untersuchungen ist es, die Forschungsergebnisse schließlich auch in der Pharmazie einsetzen zu können. "Derartige theoretische Untersuchungen an Systemen mit vielen tausend Atomen sind nur mit den leistungsfähigsten Computern möglich", erläutert Hofmann.

Auch Prof. Dr. Barbara Kirchner von der Fakultät für Chemie und Mineralogie erklärt, warum der Superrechner für ihr Fachgebiet so wichtig ist: "Als Computerchemiker muss man stets einen Kompromiss zwischen der molekularen Größe (und damit oftmals auch der Relevanz) des untersuchten Systems und der Genauigkeit der verwendeten Methode wählen, welcher allein durch die zur Verfügung stehende Hardware bestimmt wird. Von daher ermöglichen Supercomputer dem Theoretiker, hochgenaue Rechnungen an komplexen molekularen Strukturen aus der aktuellen chemischen Forschung durchzuführen, welche ohne eine derartige Hardware kaum oder nur in nicht vertretbaren Zeiträumen möglich wären."


Die Universität Leipzig wurde 1409 gegründet. Sie ist eine klassische Volluniversität mit einem sehr breiten Spektrum wissenschaftlicher Fächer, die sich in übergreifender Zusammenarbeit von Geistes-, Sozial-, Natur- und medizinischen Wissenschaften gegenseitig anregen und entwickeln. An der Hochschule sind derzeit ca. 31.000 Studierende an 14 verschiedenen Fakultäten eingeschrieben.

(27.11.2007 / Quelle: saxxess.com / Universität Leipzig / Bild: Universität Leipzig)