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20.11.2007 - Dresdner Informatiker gewinnen ersten Preis auf Supercomputing-Konferenz in den USA

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Auf der diesjährigen Supercomputing-Konferenz "SC07" vom 10. bis 16. November in Reno (USA) gewann ein internationales Team mit Beteiligung der Technischen Universität Dresden den ersten Preis im so genannten "Bandbreitenwettbewerb". Dabei müssen die Wettbewerbsteilnehmer die Grenzen der Netzwerk- und Computertechnologie demonstrieren. Ziel ist, die Netzwerkbandbreite zwischen den Speichersystemen vor Ort und den weltweit verteilten Forschungseinrichtungen auszunutzen, wobei der Nutzen für echte Anwendungen aufgezeigt werden muss.

"Diese Auszeichnung ist das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeiten auf den Gebieten der Performance-Analyse, der Dateisysteme und der Netzwerktechnologie. Sie ist auch ein Zeichen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, gestützt vor allem durch die langjährige exzellente Kooperation mit der Indiana University", betont der Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden, Professor Wolfgang E. Nagel, der auch die Auszeichnung entgegennehmen durfte. Das internationale Team bestand aus Wissenschaftlern der Indiana University, der TU Dresden, des Rochester Institute of Technology sowie des Oak Ridge National Labs und des Pittsburgh Supercomputing Center. Unter Ausnutzung eines speziellen Speichersystems der Indiana University gelang es dem Team, eine Transferrate von bis zu 18,21 Gigabit/s von maximal möglichen 20 Gigabit/s zu erzielen. Dies entspricht der Übertragung von 195 CDs pro Minute.  

Unter dem Motto "Serving as a model", also eine Vorbildrolle übernehmend, sollte an Hand von Projekten gezeigt werden, welchen nützlichen Beitrag diese Technologie für verschiedene Einsatzgebiete bringen kann. Das Team demonstrierte neben anderen Anwendungen beispielsweise die Performance-Analyse einer Strömungssimulation der TU Dresden. Dabei kam die Software Vampir und VampirTrace zum Einsatz, die am ZIH entwickelt wird. Allen Projekten war gemein, dass sie mit sehr großen Datenmengen umgehen und diese übertragen mussten. Zur Speicherung dieses Datenvolumens konzentrierte sich das Team mit Dresdner Beteiligung auf die Verwendung des so genannten Lustre-Dateisystems. Die Ausnutzung dieser Technologie über große Entfernungen soll zukunftsweisend für die weltweite Verwaltung riesiger Datenmengen sein.

Die Supercomputing-Konferenz ist die weltweit größte Konferenz und Messe auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens sowie der Netzwerk- und Speichertechnologie. Jährlich treffen sich an einem Ort in den USA Vertreter von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um die neuesten Entwicklungen vorzustellen, gemeinsame Projekte auszuwerten und Erfahrungen auszutauschen.


Die Technische Universität Dresden gehört  zu den ältesten technisch-akademischen Bildungsanstalten Deutschlands. Rund 35.000 Studierende sind an ihr immatriukukliert. Bis zur Wiedervereinigung war sie wissenschaftlich von den Natur- und Ingenieurwissenschaften geprägt, entwickelte sich jedoch  zu einer Volluniversität, die auch die Gebiete der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Medizin abdeckt.

(20.11.2007 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: TU Dresden)