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11.09.2007 - Fraunhofer IPMS nimmt Erweiterungsbau in Betrieb

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Im neuen Reinraum des Fraunhofer IPMS

Im neuen Reinraum des Fraunhofer IPMS
Gleich zwei Gründe zum Feiern hat das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden: Zum einen wurden gestern die Erweiterung des Instituts und der neue Reinraum eingeweiht. Außerdem gab das IPMS den Startschuss für das Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden (COMEDD), einem Zentrum für organische Halbleiter. Insgesamt geht es um Investitionen in Höhe von 75 Millionen Euro. Das Fraunhofer IPMS gehört zu den führenden Adressen für Forschung und Entwicklung von Mikro-Elektro-Mechanischen Systemen und Mikro-Opto-Elektro-Mechanischen Systemen.

Der neue Reinraum umfasst vier Ebenen mit 1.500 m² Reinraumfläche. Dort können auf 150-mm-Siliziumsubstraten Mikrosysteme und CMOS-Schaltkreise entwickelt und hergestellt werden, etwa für Mikrospiegel oder Laserprojektoren. In die Modernisierung und Erweiterung des Fraunhofer IPMS sowie in den Bau des neuen Reinraums samt Ausrüstung haben EU, Bund und Land 50 Millionen Euro investiert. Knapp zwei Drittel der Kosten trug die EU, Bund und Land steuerten je 20 Prozent bei. "Durch das Angebot, eine Technologieentwicklung bis zur Pilot- und Vorserie zu bringen, werden Forschungs- und Entwicklungskooperationen für Industriepartner und Ausgründungen aus dem Institut noch interessanter", erwartet Prof. Hubert Lakner, Leiter des IPMS.

Welche besondere Bedeutung Fraunhofer Institute für den Wirtschaftsstandort Dresden haben, machte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, deutlich: "Spitzeninstitute wie das Fraunhofer IPMS geben der High-Tech-Industrie in Sachsen wichtige Impulse. Diese angewandte Forschung ist unsere Schnittstelle für die Zukunft, denn sie schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung. So hat sich die MicroEmissive Displays Ltd. aus Edinburgh entschieden, ihre Minibildschirme auf OLED-Basis in Dresden herzustellen - wegen der Kompetenz des Fraunhofer IPMS".

Den Bereich Organische Leuchtdioden (OLED) will das Fraunhofer IPMS noch weiter ausbauen. So wurde gestern ebenfalls das "Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden" (COMEDD) eingeweiht. Wie Prof. Dr. Karl Leo vom Fraunhofer IPMS betont, soll damit ein europaweit führendes Zentrum für organische Halbleiter etabliert werden, das produktnahe Forschung und Entwicklung wie auch die Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Pilotfertigung ermöglicht. In das Center investieren EU, Land und Bund bis 2009 25 Millionen Euro. OLEDs gelten als aussichtsreicher Kandidat für eine neue Generation extrem dünner und leichter Flachbildschirme und Beleuchtungen.


Am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden werden kundenspezifische Entwicklungen in den Bereichen Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik durchgeführt. Etwa 240 Wissenschaftler arbeiten mit modernster Ausrüstung an Aufgabenstellungen auf den Gebieten Schaltungsentwurf, Sensoren und Sensorsysteme, mikromechanische Aktoren und Aktorsysteme, bildgebende Mikrosysteme, Bildverarbeitung und Bilddatenübertragung und organische Elektronik.

(11.09.2007 / Quelle: saxxess.com / Fraunhofer IPMS / Bild: Fraunhofer IPMS)