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05.09.2007 - Zuwachs für Silicon Saxony: Rood Technology weiht Wafer-Testhaus in Dresden ein

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Thomas Jurk (re.) übergibt eine Waferbox zum Test an Niederlassungsleiter Josef Wolf

Thomas Jurk (re.) übergibt eine Waferbox zum Test an Niederlassungsleiter Josef Wolf
Rood Technology hat gestern im Beisein des sächsischen Wirtschaftsministers Thomas Jurk seine neue Niederlassung in Dresden offiziell eröffnet. Im ehemaligen ZMD-Gebäude im High-Tech-Gewerbegebiet an der Grenzstraße errichtet das niederländische Unternehmen ein Testhaus für die Halbleiterindustrie, in dem Wafer und gehäuste Halbleiter getestet werden. Die Produktion wurde zunächst mit fünf Mitarbeitern unter Leitung von Josef Wolf gestartet. Bis zum Ende dieses Jahres soll die Zahl der Beschäftigten noch verdoppelt werden, so Irmgard Bayerle von Rood Technology gegenüber saxxess.com. Das Unternehmen will die Kapazitäten in Dresden nach und nach erweitern und in den kommenden Jahren bis zu sechs Millionen Euro investieren.

"Der Standort Sachsen vereint für uns viele Vorteile", sagte Philip Nijenhuis, Geschäftsführer von Rood Technology, bei der Eröffnung der Niederlassung. "Hier gibt es hervorragende Universitäten und qualifiziertes Personal. Nicht zuletzt die Unterstützung des Freistaates und das positive Echo unserer Kunden bestärkten uns darin, hier in Dresden einen Standort zu gründen." Rood Technology, seit 2004 Fördermitglied im Halbleiternetzwerk Silicon Saxony, will von Dresden aus seine Kundenbeziehungen in Europa vertiefen und erweitern.

Auch Wirtschaftsminister Thomas Jurk zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Ansiedlung, die von der Wirtschaftsförderung Sachsen begleitet worden war: "Seit Jahren wird darüber diskutiert, Testaktivitäten in Europa zu etablieren. Mit der Ansiedlung von Rood Technology haben wir einen wichtigen Schritt in dieser Richtung getan. Sachsen wird damit international noch wettbewerbsfähiger."

Rood hat im ehemaligen ZMD-Gebäude einen Reinraum für die elektrische Prüfung von Wafern bis zu 200 Millimetern Durchmesser installiert. Dabei werden die Wafer aus der Produktion des Kunden genommen und mit hochkomplexen Maschinen elektrisch getestet. Ausfälle werden direkt während des Tests markiert, damit diese bei der Weiterverarbeitung beim Kunden selektiert werden können. Die notwendigen Prüfprogramme schreiben die Ingenieure von Rood Technology selbst.

Wegen der enormen Investitionen in automatische Test- und Handlingsysteme leisten sich die wenigsten Halbleiterhersteller und -anwender eigene Testhäuser. Die Überlegungen innerhalb des Silicon Saxony, der Wirtschaftsförderer und der Staatsregierung zur Ansiedlung eines Testhauses liefen bereits seit einigen Jahren. Zum zukünftigen Kundenkreis von Rood Technology werden Halbleiterhersteller zählen, ebenso wie Zulieferer der Automobilindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt, die Medizintechnik und die Informations- und Kommunikations-Branche.


Die heutige Rood Technology Deutschland GmbH & Co wurde 1969 im bayerischen Nördlingen als Signetics GmbH, als deutscher Assembly- und Teststandort des US-amerikanischen Schaltkreisherstellers, gegründet. 1991 fusionierten die Nördlinger mit dem in den Niederlanden ansässigen Unternehmen Rood Testhouse International und operieren seitdem als Rood Technology mit derzeit 110 Mitarbeitern. Zusätzlich zu den Engineering-Dienstleistungen von Rood Technology zählen Testlösungen, Waferproben sowie Qualifikation und Zuverlässigkeitsprüfungen, Fehler- und Technologieanalysen für IC-Hersteller und Endanwender zum Portfolio. Rood Technology zufolge lag der Umsatz 2006 bei neun Millionen Euro.

(05.09.2007 / Quelle: saxxess.com / Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit / Rood Technology / Bild: Rood Technology)