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06.08.2007 - Infineon trennt sich nach und nach von Qimonda-Beteiligung

Die Logos der Infineon Technologies AG und der Qimonda AG
Die bisherige Strategie, die Beteiligung durch Abverkäufe und andere Kapitalmarktmaßnahmen zu reduzieren, werde konsequent fortgesetzt, so Infineon. Die daraus zufließenden Mittel sollen für selektive Akquisitionen zur Stärkung des Infineon-Geschäfts oder für Aktienrückkäufe verwendet werden. Darüber hinaus sollen durch Beschluss der Infineon-Hauptversammlung 2008 die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Qimonda-Aktien auch als Sachdividende an die Infineon-Aktionäre ausgeschüttet werden können. Dies wäre nach einem entsprechenden Beschluss nach der Hauptversammlung 2009 möglich.
"Mit der Ausgliederung unseres Speichergeschäfts im vergangenen Jahr und dem anschließenden IPO von Qimonda haben wir zwei fokussierte Unternehmen mit eindeutig definierten Strategien und klaren Perspektiven geschaffen. Der jetzt verabschiedete Plan gibt uns eine weitere Option für die Reduktion der Beteiligung und erhöht unsere Flexibilität mit Blick auf die Geschwindigkeit der Trennung. Wir stärken damit beide Unternehmen und tragen gleichzeitig den Interessen unserer Aktionäre Rechnung", sagte Dr. Wolfgang Ziebart, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG.
Die Qimonda AG musste im letzten Quartal einen Umsatzrückgang von 24 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum hinnehmen. Durch die roten Zahlen bei Qimonda rutschte auch der gesamte Infineon-Konzern in die Verlustzone: So ging der Umsatz des Konzerns im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent zurück, ohne Qimonda hätte Infineon hingegen ein leichtes Umsatzplus erzielt.
Die Infineon Technologies AG mit Sitz in Neubibach bei München bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket sowie für Anwendungen in der Kommunikation. Der Konzern ist an den Börsen in Frankfurt und New York notiert und beschäftigt weltweit rund 42.000 Mitarbeiter. Infineon unterhält in Dresden eine Produktionsstätte mit etwa 2.300 Beschäftigten. Das Tochterunternehmen Qimonda AG ist ein Anbieter von Speicherprodukten mit insgesamt rund 13.000 Mitarbeitern. Qimonda kann auf fünf 300-mm-Fertigungsstätten auf drei Kontinenten zugreifen und betreibt fünf Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, wobei Dresden das unternehmensweit führende Forschungs- und Entwicklungszentrum ist. Am Standort Dresden sind zurzeit etwa 3.000 Fachkäfte angestellt.
(06.08.2007 / Quelle: saxxess.com / Infineon Technologies AG / Qimonda AG / Bild: Infineon Technologies AG / Qimonda AG)



