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19.07.2007 - Leipziger Rettungskräfte erhalten Digitalfunk

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THW-Einsatz

THW-Einsatz
Der Stadtrat Leipzig folgte in seiner gestrigen Sitzung dem Antrag des Bürgermeisters Heiko Rosenthal und beschloss einstimmig die Einführung des Digitalfunks für Leipziger Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Gegenüber dem Analogfunk verfügt die digitale Version über wesentlich höhere Funktionalität, wie z.B. hohe Abhörsicherheit, stabile Verbindungen durch Netzwerktechnologie und Datenübertragung.

"Mit dem Digitalfunk wird auch in Leipzig die Kommunikationssicherheit erhöht und den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) eine moderne Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Die vorhandene überalterte analoge Technik kann weder technisch noch wirtschaftlich den zukünftigen Anforderungen gerecht werden", begründete Heiko Rosenthal seinen Antrag.

Die Kosten des Netzaufbaus und des Netzbetriebes tragen Bund und Länder. Die Gesamtkosten für die Umrüstung der Endgeräte (wie Fahrzeugfunkanlagen, Handsprechfunkgeräte und Zubehör) in den öffentlichen Feuerwehren, im Rettungsdienst und Katastrophenschutz, einschließlich Softwareumrüstung, werden von der Kommune getragen. Nach Angaben der Stadt Leipzig liegen sie in Leipzig bei 1.650.500 Euro. Die Steuerung erfolgt über die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), die am 2. April 2007 in Berlin gegründet wurde.

Den Netzaufbau des neuen digitalen Funksystems in Sachsen bereitet derzeit die Projektgruppe BOS - Digitalfunk Sachsen vor. Er soll im Zeitraum 2007 bis 2008 in Leipzig, 2008 bis 2009 in Dresden und 2009 bis 2010 in Chemnitz abgeschlossen sein. Für den Aufbau des Digitalfunknetzes werden pro Regierungsbezirk circa neun Monate veranschlagt. Der Wirkbetrieb soll am 1. Januar 2011 im Freistaat Sachsen hergestellt sein, damit der Rückbau der Analogtechnik beginnen kann.

(19.07.2007 / Quelle: saxxess.com / Stadt Leipzig / Bild: THW, Länderverband Sachsen / Thüringen)