News-Archiv


26.07.2007 - Kunst und Spiele - auf der GC ART vermischt sich Realität und Virtualität

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung
Logo der GC ART

Logo der GC ART
Nach dem erfolgreichen Start des Ausstellungsbereiches GC ART im vergangenen Jahr widmet sich die Games Convention (GC) auch 2007 wieder der Computer- und Konsolenkunst. Die Ausstellungen "public_play", "Telespiele 1972-2007", "Machinima" und "Digital Beauty - 3D Character Design" zeigen vom 23. bis zum 26. August in Halle 5 der Leipziger Messe verschiedene Aspekte des digitalen Spielens. Mehrere Workshops bieten interessierten Besuchern die Möglichkeit, selbst kleine Kunstwerke herzustellen.

In Zusammenarbeit mit dem Computerspiele Museum Berlin präsentiert GC ART die Ausstellung "public_play". Auf 500 qm werden Exponate internationaler Künstlerinnen und Künstler zum Thema "Digitales Spiel und öffentlicher Raum" zu sehen sein. Als Kulisse dienen bekannte Sehenswürdigkeiten Leipzigs, die mit Hilfe großformatiger Lichtprojektionen und Soundkulissen künstlich nachgebildet werden. Auch die Leipziger Künstler Matthias Henning und André Greif sind vertreten. In ihrer Inszenierung "Gamblers" spielen vier Computer miteinander "Mensch ärgere dich nicht" - eine gesellige Tischrunde, bei der den Rechnern die Rolle der Aktiven zugewiesen ist.

Die Ausstellung "Telespiele 1972-2007" entführt die Besucher in die 35-jährige Geschichte des digitalen Spielens. Der Bogen spannt sich vom ersten "Pong-Automaten" über das Massenphänomen Commodore-64 bis zu den aktuellen Next-Generation-Konsolen. Auch Spiele, Spiele-Magazine, Handbücher und zahlreiche Raritäten, die nie in Europa erschienen sind, finden hier ihren Platz. Ein Abschnitt widmet sich der Computergeschichte der DDR. Zu sehen sind hier u.a. der von Margot Honecker persönlich in Auftrag gegebene Bildungscomputer A5105 und das BBS 01, die einzige Spielkonsole Ostdeutschlands.

Der Machinima-Stand demonstriert den Einfluss von Computerspielen auf die Filmproduktion. Das Wort Machinima bezeichnet Filme, die mit Hilfe von Game-Engines erstellt wurden. Die ersten Machinima hat das Programm LMPC (Little Movie Processing Centre) des Leipziger Physikers und Programmierers Uwe Girlich ermöglicht.

Was kreative Köpfe mit Computern und Spezialsoftware erschaffen, ist von der Realität kaum noch zu unterscheiden. Die Sonderschau "Digital Beauty - 3D Character Design" zeigt 20 am PC erstellte Bilder und stellt den Betrachter immer wieder vor die Frage: "virtuell" oder "real"?


Die Games Convention (GC) ist Europas Leitmesse für interaktive Unterhaltung. Auf rund 115.000 qm bietet sie rasante und spannende Games für Jugendliche, altersgerechte Kinder- und Familienspiele sowie Bildungssoftware für jedes Interesse. Nach Angaben der Leipziger Messe GmbH werden sich in diesem Jahr 410 Aussteller (2006: 368 Aussteller) aus 26 Ländern (2006: 25 Länder) in Leipzig präsentieren. Im Vergleich zu 2006 nimmt die Ausstellungsfläche um 28 Prozent, die Anzahl der Aussteller um 11 Prozent zu.

(26.07.2007 / Quelle: saxxess.com / Leipziger Messe GmbH / Bild: Leipziger Messe GmbH)