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26.07.2007 - Projektgruppe der TU Dresden veröffentlicht digitale 3-D-Landkarte der Sächsisch-Böhmischen Schweiz

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Reliefmodell, das nach den erhobenen Daten erstellt wurde

Reliefmodell, das nach den erhobenen Daten erstellt wurde
Nach 18 Monaten Arbeit können nun die drei Verwaltungen der fast 800 Quadratkilometer umfassenden Nationalparkregion eine digitale 3-D-Landkarte des Gebietes grenzübergreifend abrufen. Mithilfe der Daten sollen zukünftig Abflussmodellierungen von Hochwasserszenarios viel genauer berechnet werden können. Aber auch für die Bearbeitung von Wanderwegkonzepten, für die Untersuchung der Erosion bei starken Regenfällen, die Begutachtung von Bauvorhaben oder die Dokumentation des Forstbestandes und der geschichtlichen Entwicklung der Region sollen die Daten verwendet werden.

Insgesamt 16 Vermessungsflüge waren im April 2005 notwendig, um das Gelände der Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz zu scannen. Hierbei kamen eine für solche Anwendungen spezialisierte Digitalkamera sowie ein Laserscanner an Bord des Vermessungsflugzeuges zum Einsatz. Die hochauflösende Digitalkamera zeichnete die gesamte Landschaft fotorealistisch in den Spektralkanälen Blau, Grün, Rot und Infrarot auf. Mit dem Laserscanner vermaßen die Wissenschaftler die Erdoberfläche. Dabei ergaben sich etwa sechs Messungspunkte pro Quadratmeter. Diese sechs Milliarden Datenpunkte wurden aufbereitet und daraus ein digitales Geländemodell mit einer Rasterweite von einem Meter berechnet. Das Projekt wurde von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen kofinanziert.

Außerdem wurde an der TU Dresden mittels der erhaltenen Daten ein zirka 1,6 Quadratmeter großes Reliefmodell der Region aus Kunststoff gefertigt, welches im Nationalparkinformationszentrum in Bad Schandau ausgestellt wird. Besucher können hier typische Landschaftsform haptisch erfahren. Des Weiteren konnte mithilfe des laservermessenen Bodenmodells an der Westseite des Pfaffensteins eine bronzezeitliche Wallanlage aus dem 11. bis 9. Jh. v. Chr. identifiziert werden, die im normalen Luftbild durch den dichten Baumbestand vor Ort bisher nicht erkennbar war.


Die Wurzeln der Technischen Universität Dresden reichen bis zur 1828 gegründeten Technischen Bildungsanstalt Dresden zurück. Mit rund 35.000 Studierenden, etwa 4.200 fest angestellten Mitarbeitern (ohne Medizinische Fakultät) - darunter 419 Professoren - sowie fast 2.000 Drittmittelbeschäftigten (mit Medizinischer Fakultät) ist die TU Dresden die größte Universität Sachsens. Neben den Natur- und Ingenieurwissenschaften gehören auch geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer zum Studienangebot.

(26.07.2007 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: TU Dresden)