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17.07.2007 - Chemnitzer Wissenschaftler wollen Rettungskräfte unterstützen und Staus verhindern

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Daniel Kriesten und sein Team wollen ihre Technik in einem Versuchsaufbau testen

Daniel Kriesten und sein Team wollen ihre Technik in einem Versuchsaufbau testen
Nachwuchsforscher der TU Chemnitz arbeiten seit mehr als einem Jahr im Projekt "Generalisierte Plattform zur Sensordatenverarbeitung" an einer Einheit zur Speicherung und Verarbeitung von Sensordaten. Für die Einrichtung eines großen Versuchsaufbaus erhält das Projektteam nun eine Förderung von etwa einer Million Euro durch die Initiative "InnoProfile" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Entstehen soll das so genannte "TU Chemnitz Communication Testbed", ein Versuchsaufbau in großem Maßstab. Zwei Szenarien werden dabei simuliert: ein Rettungs- und ein Verkehrsszenario.

Im Rahmen des Projekts wollen die Wissenschaftler u. a. ein Informationssystem für Rettungskräfte verwirklichen. Mit Unterstützung von mobilen Robotern und einem Luftschiff sollen Informationen über unzugängliche und schwer überschaubare Gebiete gewonnen und mit bereits bekannten Daten, wie Karten und Bauplänen, kombiniert werden. Anhand der gespeicherten Daten könnten sich die Einsatzleiter so einen besseren Überblick verschaffen. Die volle Leistungsfähigkeit des Systems soll den Endanwendern - Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Polizei - mit Hilfe des zukünftigen Versuchsaufbaus unter möglichst realen Bedingungen demonstriert werden.

Mithilfe des Verkehrsszenarios wollen die Nachwuchsforscher Lösungen finden, wie ein weiter steigendes Verkehrsaufkommen so koordiniert werden kann, dass ein Verkehrskollaps verhindert wird. Fahrzeuge, die mit einer On-Board-Unit ausgestattet sind, sollen Daten sammeln und drahtlos an Basisstationen in Notrufsäulen weitergeben. Diese werten die Daten aus und senden sie an eine Zentrale weiter. Hier erfolgt die großflächige Bewertung der Verkehrslage. Daraus abgeleitete Informationen, wie die Richtgeschwindigkeit und Zusatzinfos (beispielsweise Wetter oder Straßenzustand), werden dann über die Basisstationen am Straßenrand zurück an die Fahrzeuge geliefert. Im Versuchsaufbau der TU-Forscher werden dafür Sensor- und Evaluationsplattformen genutzt, die von einem großen Automobilhersteller exklusiv für die Erprobung unter Laborbedingungen freigegeben sind.


Das GPSV-Projekt läuft seit April 2006 unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Heinkel an der Professur Schaltkreis- und Systementwurf der TU Chemnitz. Sieben Wissenschaftler arbeiten an der Entwicklung einer Plattform zur Speicherung und Verarbeitung von Sensordaten und an Lösungen, um Sensoren über standardisierte Schnittstellen an die Einheit anzuschließen. Die beiden geplanten Szenarien werden in Kooperation mit den Professuren Prozessautomatisierung, Nachrichtentechnik und Technische Informatik simuliert. Das Projekt wird durch die Initiative "InnoProfile" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

(17.07.2007 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz)