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10.07.2007 - Dresden als weltgrößtes 3-D-Stadtmodell bei Google Earth

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3-D-Modell des Dresdner Zwingers

3-D-Modell des Dresdner Zwingers
Am Zwinger entlanglaufen oder mit einem Hubschrauber dicht an der Frauenkirche vorbeifliegen - Internetnutzer weltweit können das jetzt zu jeder Tageszeit. Ab sofort ist die Stadt Dresden als 3-D-Modell auf dem virtuellen Globus "Google Earth" begehbar. Mit mehr als 150.000 Gebäuden ist es das weltgrößte digitale Stadtmodell und übertrifft auch das 3-D-Modell der Stadt Berlin, das im März online gegangen ist und nur über 44.000 Gebäude verfügt. Gestern schaltete die Dresdner Stadtverwaltung den originalgetreuen Nachbau der Landeshauptstadt auf Google Earth frei.

Die eingesetzte Technologie für das Dresdner 3-D-Stadtmodell entwickelten Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) der Universität Potsdam. "Google Earth stellte bislang lediglich einzelne ausgewählte Gebäude in New York, Kapstadt, Hongkong oder London fotorealistisch dar, die Stadtsilhouetten selbst jedoch nur als Klötzchen mit neutraler Oberfläche", erläutert Entwicklungsleiter Dr. Konstantin Baumann vom HPI.

Für den originalgetreuen Eindruck der 3-D-Modelle sorgte die Software "LandXplorer" des Potsdamer Unternehmens 3D Geo GmbH, eines Spin-offs des Hasso-Plattner-Instituts. Die Software ist das Kernelement bei der Erstellung des Modells und macht es sogar Laien möglich, dreidimensionale Objekte oder Landschaften in die Luftbilder von Google Earth einzubauen. "Ohne Grafiker sein zu müssen, kann so künftig jeder seine eigenen 3-D-Daten realitätsnah ins Internet stellen und weltweit nutzbar machen", betont Marc Hildebrandt, Geschäftsführer der 3D Geo GmbH.

Ein wichtiger Aspekt ist die Sicherheit: Der Internet-Nutzer greift bei der vorhandenen Softwarelösung nicht auf die Gebäuderohdaten zu, sondern nur auf die grafischen 3-D-Repräsentanten. "Die Daten bleiben bei unserer Softwarelösung auf dem eigenen Rechner und gehen nicht in den Hoheitsbereich von Google Earth über", sagt Jürgen Döllner, Professor am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam.


Die Stadt Dresden will bestehende kommunale Geodaten-Infrastruktur weiteren Nutzergruppen zugänglich machen. Durch das 3-D-Modell sollen Planungs- und Verwaltungsprozesse vereinfacht und transparenter gehalten werden. Besonderes Interesse an der neuen Art der Stadt-Visualisierung haben darüber hinaus vor allem der Immobiliensektor, der Handel, die Gastronomie und Hotellerie sowie Anbieter aus den Bereichen Kultur, Medien, Werbung, Freizeit und Tourismus.

(10.07.2007 / Quelle: saxxess.com / 3D Geo GmbH / HPI / Bild: 3D Geo GmbH)