News-Archiv


18.12.2006 - Serviceorientiert und richtungsweisend: Internationaler IBM-Forschungspreis geht an TU Dresden

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung

Logo TU Dresden
Professor Dr. Wolfgang Lehner, Professur für Datenbanken der Fakultät Informatik an der Technischen Universität Dresden, hat am 15. Dezember einen IBM Faculty Award erhalten. Mit dem Preis, der mit 34.000 US-Dollar dotiert ist, würdigt IBM weltweit herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die richtungsweisend für die IT-Branche sind. Professor Lehner bekommt den Preis für seine Forschungen zur Optimierung datenintensiver Geschäftsprozesse in SOA-Umgebungen (Service Oriented Architecture).

Die Beschreibung von Geschäftsabläufen, die innerhalb eines Unternehmens und zwischen Unternehmen benötigt werden, ist eng verknüpft mit der Verarbeitung der dazugehörigen Daten. Mit Serviceorientierten Architekturen (SOA) können Geschäftsmodell, Prozesse und IT so aufeinander abgestimmt werden, dass ein Unternehmen schneller und flexibler auf neue Geschäftsbedürfnisse ausgerichtet werden kann.

In Kooperation mit IBM erarbeiteten Professor Lehner und sein Team ein Konzept zur Realisierung von datenintensiven Geschäftsprozessen, die eine neue Klasse von Anwendungen in SOA-Umgebungen ermöglichen. Völlig transparent aus Sicht der Anwendung wird Datenbanktechnologie zum Austausch, zur Integration und Transformation großer Datenbestände eingesetzt. Damit wird eine deutlich höhere Arbeitseffizienz erreicht und die Unternehmenskosten für datenintensive Geschäftsprozesse sinken. Bei der Entwicklung der Technik sei das wichtigste Ziel gewesen, die Komplexität der Optimierungsansätze dem Anwender zu verbergen, unterstrich Professor Wolfgang Lehner. Er ging weiterhin davon aus, dass die Entwicklung sicher ein großer Schritt sei, um serviceorientierte Konzepte als Architekturmuster der Zukunft zu positionieren.

"Professor Lehner ist ein anerkannter Experte im Bereich Datenbanken. Seine Forschungen, die wir heute mit einem Faculty Award auszeichnen, tragen unmittelbar zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden bei. Hier wird deutlich, dass die enge Zusammenarbeit und der kontinuierliche Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für Innovationen immer wichtiger werden", betonte Udo Hertz, Direktor Information Management Development der IBM Deutschland Entwicklung GmbH, bei der Preisübergabe in Dresden. Die Preisträger des IBM Faculty Award werden von einem internationalen Gremium ausgewählt.


Die Technische Universität Dresden geht auf die 1828 gegründete Technische Bildungsanstalt Dresden zurück und gehört damit zu den ältesten technisch-akademischen Bildungsanstalten Deutschlands. Sie ist eine Universität mit geistes -, natur- und ingenieurwissenschaftlichem sowie medizinischem Fächerspektrum, die ihren Ruf vor allem den Natur- und Ingenieurwissenschaften verdankt. Mit rund 35.000 Studierenden, etwa 4.200 fest angestellten Mitarbeitern (ohne Medizinische Fakultät) - darunter 418 Professoren - sowie fast 2.000 Drittmittelbeschäftigten (mit Medizinischer Fakultät) ist sie heute die größte Universität Sachsens.

(18.12.2006 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: TU Dresden)