News-Archiv


01.12.2006 - Zahl der Informatikstudenten nimmt ab: Sachsen "Spitzenreiter" mit 13 Prozent Rückgang

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung

Logo Gesellschaft für Informatik e. V.
Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) betrachtet mit großer Sorge, dass die Studierendenzahl in der Informatik kontinuierlich abnimmt. Im Wintersemester 2006/2007 haben erneut 5 Prozent weniger junge Leute ein Studium in der Informatik aufgenommen. Das sind knapp 10.000 Studenten weniger als zum Höhepunkt im Jahr 2000, in dem 38.000 Schulabgänger ein Informatikstudium begonnen haben. Besonders deutlich ist mit 13 Prozent der Rückgang in Sachsen.

"Dieser Rückgang ist dramatisch und erfordert ein konzertiertes Handeln", meint dazu GI-Präsident Matthias Jarke. "Gut ausgebildete Informatikerinnen und Informatiker haben nach wie vor hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt".

Für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ist es zudem enorm wichtig, ausreichend eigenen IT-Nachwuchs zu haben. Um mehr Informatikstudenten zu bekommen, müsste man Jarkes Meinung nach, bereits ab Sekundarstufe 1 die Informatik-Grundbildung in der Schule verankern. "Die Gesellschaft für Informatik setzt sich seit langem dafür ein, bereits früh in der Schule mit dem Informatikunterricht zu beginnen, um Kinder und Jugendliche an diese Zukunftstechnologie heranzuführen."

In Sachsen wurde an vielen Gymnasien Informatik nur ein Jahr, in der 7. Klasse, gelehrt. Ein neuer Lehrplan sieht für die ab 1998 Eingeschulten den Informatikunterricht in der gesamten Sekundarstufe 1 vor. Es wird sich zeigen, ob dies einen Einfluss auf die spätere Studienwahl hat.


Die Gesellschaft für Informatik e. V. wurde 1969 gegründet und ist mittlerweile mit rund 24.500 Mitgliedern die größte Vertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie fordert die Informatik in all ihren Aspekten und Belangen.

(01.12.2006 / Quelle: saxxess.com / GI / Bild: GI)