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29.11.2006 - Lernen am Computer - Sachsen setzt auf virtuelle Berufsschule

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Schüler an berufsbildenden Schulen können sich in Zukunft einen Teil ihres Unterrichtsstoffes selbständig am Computer aneignen. Unter Leitung des Sächsischen Kultusministeriums entwickelten Lehrer computergestützte Lehr- und Lernangebote für den Englischunterricht an Berufsschulen sowie Lernmodule für den Unterricht in hochspezialisierten Einzelberufen.

Darüber hinaus haben die Pädagogen eine interaktive Lernplattform mit komplexen Lehr- und Lernarrangements für die Fächer Englisch, Mathematik sowie Volks- und Betriebswirtschaftslehre geschaffen. Fachoberschüler der einjährigen Fachoberschule könnten damit künftig teilweise auf den Schulbesuch verzichten und am heimischen Computer lernen.

Diese Entwicklung ist das Ergebnis des fünfjährigen Schulversuches "E-Learning in der Berufsausbildung", der von der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, und der Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für die Psychologie des Lehrens und Lernens, wissenschaftlich begleitet wurde.

Ziel des Schulversuches war es, den unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen der Berufsschüler im Englischunterricht besser Rechnung tragen zu können. Den Fachoberschülern sollte eine bessere Vereinbarung von Schule und Beruf ermöglicht werden. Während der berufsbegleitenden einjährigen Fachoberschule ist für viele Schüler wegen beruflicher Verpflichtungen ein Schulbesuch schwierig.

Im Rahmen des Schulversuches sollten auch neue Möglichkeiten einer effektiven Beschulung in so genannten Splitterberufen entwickelt und erprobt werden. Die zahlenmäßig rasante Entwicklung von neuen Berufsfeldern, wie zum Beispiel "Veranstaltungskaufmann" oder "Sport- und Fitnesskaufmann", stellt die Berufsschulen vor organisatorische Herausforderungen.

(29.11.2006 / Quelle: saxxess.com / Sächsisches Staatsministerium für Kultus / Bild: www.sachsen-macht-schule.de)