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27.11.2006 - Forschungszentrum Dresden-Rossendorf gründet Projektgruppe zur Laser-Teilchenbeschleunigung

Leitet die neue Projektgruppe zur Laser-Teilchenbeschleunigung: Dr. Ulrich Schramm
Prof. Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des FZD, skizziert den Aufbau des neuen Gebietes wie folgt: "In einem ersten Schritt wollen wir unseren modernen, supraleitenden Beschleuniger ELBE mit einem Hochleistungslaser so verbinden, dass eine neuartige Quelle für Röntgenstrahlung mit ganz neuen Eigenschaften entsteht. Damit sollen dann strahlenbiologische Untersuchungen im Hinblick auf eine zukünftige Strahlentherapie mit ultrakurzen Strahlungspulsen durchgeführt werden. In einem zweiten Schritt sollen dann noch leistungsfähigere Laserbeschleuniger und supraleitende Beschleuniger in Angriff genommen werden."
Insgesamt arbeiten weltweit etwa zehn Forschergruppen an Hochleistungs-Lasern für die Teilchenbeschleunigung. In Dresden soll die Technologie des FZD in Kooperation mit dem Zentrum für Innovationskompetenz "Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie - OncoRay" zur Anwendungsreife gebracht werden. Der Wissenschaftsstandort Dresden gewinnt damit eine neue und international sichtbare Forschungsrichtung.
Das FZD ist mit ca. 650 Mitarbeitern das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft und verfügt über ein jährliches Budget von rund 54 Millionen Euro plus etwa sieben Millionen Euro aus nationalen und europäischen Förderprojekten sowie aus Verträgen mit der Industrie. In Dresden-Rossendorfsteht die Forschung und Entwicklung zu folgenden Fragestellungen im Mittelpunkt: Das Verhalten von Materie unter dem Einfluss hoher Felder in winzigen Dimensionen, frühzeitige Erkennung und wirksame Behandlung von Tumor- und Stoffwechselerkrankungen sowie der Schutz von Mensch und Umwelt vor technischen Risiken. Dazu werden sechs Großgeräte eingesetzt, die europaweit unikale Untersuchungsmöglichkeiten auch für auswärtige Nutzer bieten.
(27.11.2006 / Quelle: saxxess.com / FZD / dpa / Bild: FZD)



