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23.10.2006 - Leipziger Messe bei Google gestrichen

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Auch nach der Streichung bei Google weithin sichtbar - der Messeturm am Eingang des Leipziger Messegeländes.
Sucht man dieser Tage bei Google nach der Leipziger Messe, wird man nur über Umwege fündig. Grund dafür ist die Streichung der Domain der Leipziger Messe bei der weltweit größten Suchmaschine. Wie das Branchenportal golem am Freitag berichtete, verstieß der Web-Auftritt der Leipziger Messe gegen die Richtlinien von Google, so dass die rund 20.000 Seiten der Messe aus dem Index von Google gestrichen wurden.

Der Löschung ging nach Informationen von golem.de eine E-Mail von Google voraus, welche die Entfernung bereits ankündigte. Der Messe Leipzig wird in dem Schreiben vorgeworfen, mittels Javascript von der Start- auf andere Seiten weiterzuleiten, um Text zu verbergen. Im Detail waren dies Links zu Unterseiten der Leipziger Messe mit Sprachwahl, zu Veranstaltungen, Ausstellungen und Tochterfirmen.

Im Gespräch mit golem.de erklärte Stefan Keuchel, Sprecher Goolge Deutschland: "Was hier passiert ist, passiert täglich mehrfach. Man muss aber wissen, dass wir nicht einfach Websites aus dem Index werfen, sondern nur zu diesem Schritt greifen, wenn Seitenbetreiber Spamming betreiben."
Dieses pauschale Urteil lässt Veiko Lange, Leiter Onlinekommunikation und Webmaster bei der Leipziger Messe AG gegenüber golem aber nicht gelten. "Wir haben hier nicht massiv Keywords aneinander gereiht, sondern leiteten unsere Besucher einfach nur auf die Unterseiten unseres Domino-Servers. Auch war es nicht unsere Absicht, etwas zu verstecken, sondern vielmehr unsere Lösung einer rudimentären 'Browser-ohne-alles-Startseite'. Es ist zum Kopfschütteln, dass Google daraufhin so massiv Seiten aus dem Index nimmt."

Die Leipziger Messe reagierte noch am Tage der Warnung von Google und überarbeitete die Webseite entsptrechend der Google-Vorgaben. Dennoch wurden etwa zehn Tage später sämtliche Einträge der Domain leipziger-messe.de aus dem Google-Index entfernt.

"Hier geht es auch nicht um den Tag der Wiedergutmachung", klärte Stefan Keuchel auf. Sobald die Warn-E-Mail verschickt werde, sei es bereits zu spät. Innerhalb weniger Tage würden die entsprechenden Sites entfernt, mindestens für 30 Tage. Innerhalb dieser Zeit könne der Webmaster einen Wiederaufnahmeantrag stellen. Danach werde entschieden, ob die Webseiten zurück in den Index finden.
Den Antrag auf Wiederaufnahme hat die Messe Leipzig laut golem.de per Googles Webmaster-Tools bereits gestellt - nun hofft man in Leipzig auf eine schnelle Prüfung des Falles.

(23.10.2006 / Quelle: saxxess.com / golem.de / Bild: Leipziger Messe GmbH)