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15.08.2006 - Freiberger Bachelorstudiengang vereint Geoinformatik und Geophysik

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"Die Zusammenführung der beiden Diplomstudiengänge zum gemeinsamen Bachelor sowie die zwei daran anschließenden Master sind Ausdruck einer fortschreitenden gegenseitigen Durchdringung beider Disziplinen. Immerhin sind die mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen der Fächer Geoinformatik und Geophysik zu etwa 80 Prozent gleich", erläutert Studiendekan Prof. Helmut Schaeben.
"Wir haben für dieses neue Studienangebot ein Bildungskonzept erarbeitet, das grundlegende Kenntnisse in Mathematik, Physik, Informatik und Geowissenschaften vermittelt und besonderen Wert auf projektorientiertes Arbeiten und fachliche Kommunikation legt . Die Ausbildung umfasst zudem Praktika in Gelände, Labor und PC-Pool" berichtet Prof. Helmut Schaeben. "Eine Spezialisierung in die beiden Fachrichtungen erfolgt in der Vertiefungsphase."
Die Freiberger Geoinformatik beschäftigt sich mit Daten aus Geologie und Geophysik. Um geologische Prozesse mathematisch zu beschreiben, brauchen die Absolventen fundierte Kenntnisse in Physik. Der Forschungsschwerpunkt der Freiberger Geophysik liegt in der numerischen Simulation physikalischer Felder. Moderne Messinstrumente liefern dafür die Daten über Bereiche der Erde, die für die Menschen direkt unzugänglich sind. Für die anspruchsvolle Datenverarbeitung in der Geophysik werden fundierte Informatikkenntnisse benötigt.
Das Studium qualifiziert nach sechs Semestern für den Beruf des Geoinformatikers und Geophysikers in anwendungsorientierten und forschungsbezogenen Tätigkeitsfeldern. "Die Absolventen unseres Bachelorstudienganges haben beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt", ist sich Prof. Schaeben sicher. Überall dort, wo flexible und gut ausgebildete Fachkräfte in Geo- und Geo-Ingenieurwissenschaften gebraucht werden, haben sie Chancen. Die Einsatzgebiete reichen von der Lagerstättenerkundung für Erdöl und Erdgas, Hochwasserschutz und Klimaforschung bis zum Vertrieb von Daten, Modellen und Software und zur Kommunikation von Geowissen.
Mit der Einführung des neuen Bachelorstudiengangs, so Prof. Schaeben, tragen die beiden Fakultäten sowohl dem Bologna-Prozess Rechnung als auch den Vorgaben des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Danach sei dies ein weiterer Schritt, die grundsätzlich für Sachsen angestrebte Konzentration der geowissenschaftlichen Bildung an der TU Bergakademie Freiberg fortzuführen.
(15.08.2006 / Quelle: saxxess.com / TU Bergakademie Freiberg / Bild: TU Bergakademie Freiberg)



