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10.08.2006 - "Ministromspender" - Energie aus Keramik

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Mikrobrennstoffzellen gelten bereits als Alternative zu Batterien. Ihre Herstellung aus Hunderten kleinster Einzelteile ist jedoch teuer und aufwändig. Mit einem neuen Verfahren aus Sachsen lassen sich Brennstoffzellen jetzt kostengünstig aus Keramik aus einem Stück herstellen. Entwickelt haben das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden. "Das Verfahren ist nicht nur kostengünstig, sondern auch zuverlässig", erklärt Dr. Michael Stelter vom IKTS.

Als Baumaterial nutzen sie die Spezialkeramik LTCC (Low Temperatured Cofired Ceramic), die seit einiger Zeit in der Chipindustrie genutzt wird. Zugute kommt ihnen dabei eine Besonderheit des Materials: Strukturen lassen sich sowohl außen als auch innen aufbringen.

Den IKTS-Forschern ist es somit gelungen nichtelektronische Funktionselemente in die Keramik einzuarbeiten, so dass die Brennstoffzelle von winzigen Kanälen für den Wasserstoff- oder Flüssigkeitstransport durchzogen wird. Die Brennstoffzelle kann dabei unterschiedliche Treibstoffe nutzen, neben Wasserstoff und Methanol ist auch der Einsatz von Ameisensäure denkbar.


Das Fraunhofer IKTS Dresden entwickelt zusammen mit seinen Kooperationspartnern anwendungsbasierte Lösungen für Werkstoffe, Herstellungsverfahren, prototypische Bauteile und ist an Systementwicklungen beteiligt. Kernthemen der Forschung sind Werkstoff-, Verfahrens- und Bauteilentwicklungen auf dem Gebiet anorganisch nicht metallischer Hochleistungswerkstoffe. Das Institut beschäftigt ca. 160 MitarbeiterInnen. Zusammen konnten die Dresdner Institute 2002 mehr als 34 Mio. Euro erwirtschaften, wovon mehr als 14 Mio. Euro aus der Industrie kamen.

(10.08.2006 / Quelle: saxxess.com / Fraunhofer IKTS Dresden / Bild: Fraunhofer IKTS Dresden)