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21.07.2006 - Mauz und Hoppel im Kampf gegen Verspätungen

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Da Verspätungszeiten im Öffentlichen Personennahverkehr viel Geld kosten, arbeiten die Dresdner Verkehrsbetriebe mit dem sogenannten "Rechnergestützten Betriebsleitsystem" (RBL) daran, Ursachen für Verspätungen aufzuspüren. Wie die DNN berichten, setzt das System täglich tausende Daten zu Zahlenkolonnen zusammen. Die Daten geben Auskunft über Verspätungen von Bus und Bahn und zeigen an, wo diese Verspätungsminuten gesammelt haben.

Zwei große Computerschränke in der Zentrale der Dresdner Verkehrsbetriebe beinhalten zwei virtuelle "Superhirne", die alle 15 Sekunden Funksignale von Bussen und Bahnen erhalten. Die Signale werden von überall aus der Stadt gesendet, um die aktuelle Position zu melden. Der "Mitarbeiter DV-Systeme", Matthias Gerbet nennt diese Computer Mauz und Hoppel. Entwickelt wurde dieses Überwachungsprogramm für den Nahverkehr von Softwarefachleuten des amerikanischen Unternehmens CSC Ploenske, das ihm auch die Spitznamen verpasste. Das Computersystem entschlüsselt und ordnet Daten und verknüpft sie anschließend mit einer virtuellen Landkarte, wo Busse und Bahnen als Punkte samt Liniennummer eingezeichnet sind.

Einmal am Tag werden die Daten von Mauz und Hoppel auf Speicherplatten transferiert, wo Gerbet sie abrufen kann. Wie Gerbet gegenüber den DNN erwähnte, schreibt er zur Auswertung der Daten selbst Computerprogramme. Auf seinem neuesten Programm kann er Verspätungen der Trams verfolgen und sehen, wo neue Verspätungszeit hinzugekommen ist. Die Verkehrsbetriebe sind dann in der Lage festzustellen, ob zum Beispiel die Zeit zum Ein- und Aussteigen zu knapp bemessen ist.

Zurzeit arbeiten Experten der Technischen Universität Dresden an einem Programm, dass Wartezeiten von Bus und Bahn vor Ampeln erfasst. Damit soll nachgewiesen werden, wo Straßenbahnen zu lange warten müssen, um dann entsprechend darauf zu reagieren.

(21.07.2006 / Quelle: saxxess.com / DNN / Bild: DVB)