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28.06.2006 - Wissenschaftler der TU Dresden entwickeln Lernsoftware für Bauabfallmanagement

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TU Dresden
Am Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten der Technischen Universität Dresden wird derzeit die Lernsoftware "Waste Tool" entwickelt. "Waste Tool" beschäftigt sich inhaltlich mit Bauabfallmanagement im europäischen Hochbau . Durch effizientes Abfallmanagement im Bau könnten in Deutschland etwa 30 Prozent Abfälle vermieden werden. Weniger Abfall bedeutet, dass Kosten reduziert werden, spart Platz und ist umweltschonend.

Untersuchungen zum Abfallaufkommen wurden bereits im letzten Jahr durchgeführt, im Rahmen des Forschungsvorhabens WAMBUCO. Die praktischen Erfahrungen aus WAMBUCO fließen jetzt in die Lernsoftware "Waste-Tool" ein. "Waste-Tool" orientiert sich nah an der Praxis und soll dabei den verschiedenen Berufsgruppen im Baugewerbe gerecht werden.

Mit "Waste Tool" können schon in der Planungsphase Abfallmengen berechnet werden, um diese möglichst gering zu halten. Außerdem bietet die Software wichtige Informationen zur Logistik der Abfallentsorgung, über rechtliche Vorschriften bis hin zu Berechnungsgrundlagen für Abfallmengen und Kosten. "Man kann Gipskartonplatten bereits in einem geeigneten Format fertigen lassen, statt sie nachträglich zuzuschneiden, wodurch Bauabfall entsteht und unnötig transportiert werden muss", erklärt Marko Günther, koordinierender Institutsmitarbeiter des Software-Projekts an der TU Dresden.


"Waste Tool" ist als Lehr- und Lernmittel individuell oder in Kursen einsetzbar. Die Software richtet sich hauptsächlich an Berufsgruppen mit zentraler Verantwortung für das Baugeschehen. Ende 2006 soll "Waste Tool" fertig gestellt sein. Das Projekt wird im Rahmen des Leonardo-Programms von der Europäischen Union gefördert. 18 Partner aus Deutschland und dem europäischen Ausland, wie mittelständische Bauunternehmen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sind daran beteiligt.

(28.06.2006 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: TU Dresden)